#Verstehste? Kampagne erhält weitere Unterstützung

„NEIN heißt NEIN!“ Party machen heißt Spaß haben, ausgelassen feiern, lachen und neue Leute kennenlernen. Fühlt man sich dann durch unerwünschte Flirtversuche und/oder Grabschen gestört, ist die Stimmung schnell im Keller. Leider spielt sexuelle Belästigung im Nachtleben eine immer größere Rolle: „Es ist sehr erschreckend, dass laut Statistik rund 74% der Frauen schon einmal sexuell belästigt wurden“, so die Frauenzentrumsleiterin Sandy Bieneck. Umso erfreulicher ist es, dass Studenten und Studentinnen der Freien Universität Berlin die Kampagne „#Verstehste? Sexuelle Belästigung ist kein Kompliment“ ins Leben gerufen haben, an der sich der Verein „Frauen helfen Frauen“ aktiv beteiligt.

„Als wir von der Aktion gehört haben, stand für uns fest: wir sind dabei und unterstützen das Vorhaben“, so Glenn Prokisch vom Fightclub Bronxx. Nach mehreren gemeinsamen Veranstaltungen ist der Fightclub ein enger Kooperationspartner des Frauenzentrums und lud das Team daher zu einem gemeinsamen Statement ein. „Wir möchten viele Menschen damit erreichen und fangen dabei vor der eigenen Haustür an. Wir wollen Stellung beziehen und sprechen uns gegen sexuelle Belästigung aus!“, kommentiert Christian Heßler die Aktion. Auch die Trainer Dirk Kuhlmann und Michael Müller ließen es sich nicht nehmen und posierten neben den anwesenden Mitgliedern für das Foto. Um brenzligen Situationen entgegenzuwirken, bietet der Fightclub jeden Dienstag und Donnerstag einen Selbstverteidigungskurs an. Dirk Kuhlmann weiß als Leiter dieser Kurse: „Jeder kann sich effektiv verteidigen lernen und wir wollen dabei helfen!“
Wenn auch du Dich an der Kampagne „Verstehste? Sexuelle Belästigung ist kein Kompliment“ beteiligen möchtest, dann kontaktiere das Frauenzentrum. Wir freuen uns über jede Reaktion.

Bei der Aktion geht es darum, dass jede/r ohne Angst und Beeinträchtigung in der Gesellschaft leben kann. Das Nachtleben sollte dabei keine Ausnahme sein. Während es z.B. auf dem Arbeitsplatz oder auf der Straße relativ klare Vorstellungen gibt, wann eine Grenze überschritten ist, gibt es gerade im Nachtleben viele Unklarheiten und Unsicherheiten: Was ist überhaupt “Belästigung”? Wie verhalte ich mich, wenn ich belästigt werde? Welche Reaktion ist angemessen? Häufig suchen Frauen in solchen Situationen die Schuld bei sich. „War mein Dekolleté zu tief ausgeschnitten oder mein Rock zu kurz?“ Darauf gibt es eine klare Antwort: die Kleidung ist keine Rechtfertigung dafür, sexuell belästigt zu werden. Die Kampagne will die Grenze, bei der unangemessenes Verhalten anfängt sichtbar machen und Menschen ermutigen, diese klar zu verteidigen und auch die Grenzen anderer zu respektieren.
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