#Verstehste - Kampagne gegen sexuelle Belästigung wird fortgeführt

Die bekannte Autorin und Bloggerin Anne Wizorek (links) und die Oberbürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen Petra Wust.
„NEIN heißt NEIN!“ Party machen heißt Spaß haben, ausgelassen feiern, lachen und neue Leute kennenlernen. Fühlt man sich dann durch unerwünschte Flirtversuche und/oder Grabschen gestört, ist die Stimmung schnell im Keller. Leider spielt sexuelle Belästigung im Nachtleben eine immer größere Rolle: Es ist sehr erschreckend, dass laut Statistik rund 74% der Frauen schon einmal sexuell belästigt wurden. Umso erfreulicher ist es, dass Studenten und Studentinnen der Freien Universität Berlin die Kampagne „#Verstehste? Sexuelle Belästigung ist kein Kompliment“ ins Leben gerufen haben, an der sich der Verein „Frauen helfen Frauen“ aktiv beteiligt.

Bei der Aktion geht es darum, dass jede/r ohne Angst und Beeinträchtigung in der Gesellschaft leben kann. Das Nachtleben sollte dabei keine Ausnahme sein. Während es z.B. auf dem Arbeitsplatz oder auf der Straße relativ klare Vorstellungen gibt, wann eine Grenze überschritten ist, gibt es gerade im Nachtleben viele Unklarheiten und Unsicherheiten: Was ist überhaupt “Belästigung”? Wie verhalte ich mich, wenn ich belästigt werde? Welche Reaktion ist angemessen? Häufig suchen Frauen in solchen Situationen die Schuld bei sich. „War mein Dekolleté zu tief ausgeschnitten oder mein Rock zu kurz?“ Darauf gibt es eine klare Antwort: die Kleidung ist keine Rechtfertigung dafür, sexuell belästigt zu werden. Die Kampagne will die Grenze, bei der unangemessenes Verhalten anfängt sichtbar machen und Menschen ermutigen, diese klar zu verteidigen und auch die Grenzen anderer zu respektieren.

Wir freuen uns, dass sich mittlerweile immer mehr Menschen an dieser Aktion beteiligen und dazu beitragen, dass dieses Thema in die Öffentlichkeit gerückt wird. So konnten wir die bekannte Autorin und Bloggerin Anne Wizorek gewinnen, aber auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen Petra Wust und Frau Prof. Dr. Angela Kolb (Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalts) beziehen öffentlich Stellung. Auch unsere Kooperationspartner Stefan Kubitschek von der City Buchhandlung und der Jugendliteraturzirkel Wolfen unterstützen uns. DANKE!!!
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