Vorbereitungen und Aufruf zum Projekt "Wir Frauen"

Markante Punkte in Wolfen-Nord wurden bei der Begehung angesehen und diskutiert.

Heute fand die erste Vorbesprechung vor Ort mit der Leipziger Künstlerin Julia Katharina Weiser im Rahmen des Projektes "Wir Frauen" statt. Dabei haben wir nicht nur das Konzept besprochen, welches wir an drei Tagen im September im Frauenzentrum umsetzen werden, sondern auch den Stadtteil Wolfen-Nord unter die Lupe genommen. Geplant ist ein Fotoprojekt mit Schülerinnen der Altenpflege-Ausbildung der Euro-Akademie Bitterfeld-Wolfen, Frauen mit Fluchterfahrung und Seniorinnen aus dem Quartier Wolfen-Nord.

Wer sich aktiv daran beteiligen möchte, kann sich bei uns per Mail (frauenzentrumwolfen@t-online) oder Telefon (03494-21005) melden!!!

"Wir Frauen" ist ein Projekt der Euro-Akademie Bitterfeld-Wolfen in Kooperation mit "Frauen helfen Frauen" e.V. und der Künstlerin Julia Katharina Weiser und steht unter der Schirmherrschaft der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Anja Sachenbacher.

Im Fokus steht dabei das fachliche Lernen, aber auch das Kennenlernen des bisher Fremden. Über die Gestaltung einer Fotoausstellung, werden Themen wie Toleranz und das Aushalten von Widersprüchen erfahrbar gemacht. Die Fotografie wird zum Ausdrucks- und Reflexionsmedium. Das Quartier wird zum Ort der Begegnungen und neuer Erfahrungen. Die praktische Arbeit erfolgt am 15., 16. und 19.9.2016 im Frauenzentrum Wolfen statt.

Das Besondere an "Wir Frauen" ist: Es trägt zwar Projektcharakter, wird aber gezielt in den Unterricht und Lehrplan der Altenpflegeausbildung eingebunden. Damit kommt die Euro-Akademie den Erfordernissen moderner Berufsausbildung und Unterrichtsgestaltung nach. Unterstützt über die Projektpartnerinnen – Julia Katharina Weiser als freischaffende Künstlerin, „Frauen helfen Frauen“ e.V. als Sozialraumakteur mit hoher fachlicher und praktischer Erfahrung und Anja Sachenbacher als Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises – möchte die Euro-Akademie ihren Unterricht bewusst nach außen öffnen, um alternative Formen des (Selbst)Lernens mit kultureller und politischer Bildung zu koppeln.

An dem Projekt werden größtenteils Frauen teilnehmen. Der Ansatz wurde bewusst gewählt, um über die Gemeinsamkeit des Geschlechts Unterschiede zwischen den teilnehmenden Frauen aufzuheben. „Wir Frauen“ wird zum verbindenden Element zwischen den Schülerinnen der Berufsfachschule, den geflüchteten Frauen und den älteren Frauen. Über das verbindende Thema „Gemeinsame/fremde Lebenswelt“ und die Arbeit mit dem Medium „Fotografie“ werden trennende Aspekte wie Alter, Herkunft oder Religion aufgehoben. Die praktische Arbeit wird größtenteils im Quartier Wolfen-Nord, einem Sozialen-Stadt-Gebiet mit hohem Altersdurchschnitt und rückgebauter Plattenarchitektur, umgesetzt.

Das Projekt wird durch die Robert-Bosch-Stiftung sowie durch die Leibniz Universität Hannover gefördert und ist dort fachlich an das Promotionskolleg „Didaktische Forschung. Citizenship und Inklusion“ angebunden.
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