"Was Kinder bei häuslicher Gewalt erleben - was Kinder brauchen"

Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen. Sie kommt häufiger vor als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen genommen. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos. In Deutschland ist oder war schon jede vierte Frau Opfer von Häuslicher Gewalt.

Wir dürfen aber auch den Blick auf die Kinder nicht vergessen. Es ist eine traurige Tatsache: Viele Kinder, die in gewaltgeprägten Familien aufwachsen werden später überdurchschnittlich häufig selbst entweder zu Tätern oder zu Opfern. Im täglichen Leben begegnen viele Menschen immer wieder Kindern und Jugendlichen, für die ihr Zuhause ein Ort der Angst und der Gewalt ist.

Bedroht, geschlagen und am Ende ihrer psychischen Kräfte suchen jährlich rund 40.000 Frauen und ihre Kinder Schutz in einem der 360 Frauenhäuser in Deutschland. Allein unser Frauenhaus hat im vergangenen Jahr 53 Frauen und deren Kinder aufgenommen. Bei uns finden sie einen geschützten Ort, an dem sie ein Leben mit neuen Perspektiven aufbauen und zur eigenen Stärke und zu einem selbstbestimmten, gewaltfreien Leben zurückfinden können.

Unsere Aktionstage "Hinter verschlossenen Türen" - Aktionstage zur Häuslichen Gewalt (24.06.2013 - 05.07.2013) sollten dahingehend sensibilisieren und aufmerksam machen. Dabei standen nicht nur Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Fokus, sondern auch MultiplikatorInnen, SozialpädagogInnen, ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit sowie LehrerInnen und ErzieherInnen.

Zu unserer Fachtagung "Was Kinder bei häuslicher Gewalt erleben - was Kinder brauchen" , welche am 25. Juni 2013 stattfand, gibt es unter folgendem Link eine Dokumentation mit allen Beiträgen der FachexpertInnen:
http://www.frauenzentrum-wolfen.de/index.php?id=111259000460&cid=111259000193
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