„Wir Menschen“ Teil III – 3. Projekttag im Frauenzentrum

Wie bringe ich alle persönlichen Gegenstände in einer Hohlkehle unter, war die erste Aufgabe des Tages.
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Der dritte und letzte Projekttag im Frauenzentrum begann gleich mit Kreativität. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer brachte einen persönlichen Gegenstand mit und erzählte die dazugehörige Geschichte. Die Storys waren teils lustig, nachdenklich, aber auch traurig, die damit verbunden waren. Alle Gegenstände in einem Bild auf einer Hohlkehle unterzubringen, war die nächste Aufgabe, die zu meistern war. Schlussendlich waren alle von dem Ergebnis begeistert und ein weiteres Bild für unsere Fotoausstellung ist im Kasten.

Gesellschaftliche Vielfalt“, unser übergeordnetes Thema des Projektes, beschäftigte uns auch an diesem Tag. Wir knüpften an Themen und Fotos der vergangenen Tage an. Dabei haben wir uns auch weiterhin mit den sieben zentralen Fragen beschäftigt:
1. Was verbindet Menschen?
2. Was trennt Menschen?
3. Was bedeutet „Anderssein“?
4. Welche Funktion haben Gruppen?
5. Was ist kulturelle Vielfalt?
6. Welche Bedeutung kann „Abschied“ für Menschen haben?
7. Welche Bedeutung hat „Neuanfang“?

Die Auseinandersetzung dieser Fragestellungen erfolgte auf unterschiedliche Art und Weise. Neben induktiven, selbstgesteuerten Lerneinheiten und das Arbeiten mit externen Teilnehmer*innen, wurde die Fotografie zum Ausdrucks- und Reflexionsmedium ausgewählt. Im Fokus stand so das fachliche Lernen, aber auch das Kennenlernen des bisher Fremden. Das Quartier „Wolfen-Nord“ wurde zum Ort der Begegnungen und neuer Erfahrungen.

Das Besondere an diesem Projekt ist: Es trägt zwar Projektcharakter, wird aber gezielt in den Unterricht und Lehrplan der Altenpflegeausbildung eingebunden. So begleitete und unterstützte auch am dritten Tag eine Fachlehrerin ganztägig unser Projekt.

Die bisher gemachten Bilder wurden von der freischaffenden Künstlerin und Fotografin Julia Weiser ausgewertet und mit jeder/m einzelnen Teilnehmer/in besprochen. Dieser kreative Schaffensprozess wurde von allen voller Interesse verfolgt. Ideen und Änderungen konnten in einem erneuten Rundgang durch Wolfen-Nord sofort umgesetzt werden. Konzentriertes Arbeiten, außerordentliches Interesse und die Aufgeschlossenheit aller trug zu hervorragenden Ergebnissen bei. Eine Auswahl für die Fotoausstellung zu treffen, wird bei der Anzahl sehr guter Arbeiten sehr schwer werden.

Das mediale Interesse seitens der MZ Bitterfeld und der Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen freute uns alle, so kam es an diesem Tag auch zu Interviews und Fotos mit der Presse.

Das Projekt wird durch die Robert-Bosch-Stiftung sowie durch die Leibniz Universität Hannover gefördert und ist dort fachlich an das Promotionskolleg „Didaktische Forschung. Citizenship und Inklusion“ angebunden.
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