Wir waren bei der Verabschiedung des Bundespräsidenten

  Der ambulante Hospizdienst Wolfen e.V. hatte die Möglichkeit, zur Verabschiedung des scheidenden Bundespräsidenten zwei Ehrenamtliche zu delegieren. Unsere Wahl fiel auf Maria Heinzmann und Brunhilde Mangliers, beide seit vielen Jahren Mitglied des Hospizvereins. Die beiden Frauen haben nicht nur viele Stunden am Bett Sterbender gesessen, sie haben auch das Gespräch mit den Angehörigen gesucht und haben sich auch anderweitig im Verein engagiert. Sei es bei der Betreuung unseres Standes bei öffentlichen Präsentationen des Vereins, sei es in Schulstunden, in denen Jugendliche mit unserem Wirken vertraut gemacht wurden und, und, und.
Deshalb sollte diese Delegierung auch ein Dankeschön seitens des Vereins an zwei verdienstvolle Ehrenamtliche sein.
Doch nun wollen wir hören, was sie uns zu berichten haben, Brunhilde Mangliers schreibt:
Am 17.03.2017 wurde unser Bundespräsident Herr Joachim Gauck nach fünf Amtsjahren mit einem großen Zapfenstreich im Schloss Bellevue verabschiedet.
Frau Maria Heinzmann und ich durften daran teilnehmen. Es war für uns eine Auszeichnung und Ehre zugleich. Wir arbeiten schon viele Jahre im Verein Hospiz Wolfen e.V. mit. In diesem Jahr begeht der Verein seinen 15. Geburtstag.
Wir möchten uns hiermit bei dem Vorstand des Vereins Hospiz Wolfen e.V. herzlich bedanken.
Solch eine Auszeichnung bringt auch viel Aufregung mit sich.
Mit dem ICE ging es nach Berlin. Im Steigenberger Hotel „Am Kanzleramt“ waren unsere Zimmer reserviert. Wir hatten noch ein wenig Zeit bis zum „großen“ Ereignis, die wir uns mit ein wenig Sightseeing vertrieben. Nun wollten wir uns chic machen. Vorgeschrieben waren ein dunkler Anzug oder ein kurzes Kleid.
Im Foyer des Hotels trafen wir viele Ehrenamtliche aus vielen Vereinen und Städten. Sie kamen aus Plauen, Weimar, Stuttgart, dem Allgäu, München, Darmstadt, Duisburg und wir aus Bitterfeld-Wolfen. Wir erfuhren auch viel von ihrer Arbeit. Sie waren tätig im Sport, im THW, beim DRK, Diakonie, Bergwacht, Hospiz und in der Hauswirtschaft. Es war sehr interessant.
Beim Empfang des Bundespräsidenten, der vor dem Großen Zapfenstreich stattfand, war Herr Joachim Gauck stets dicht umringt. Es gelang mir ihm persönlich für die Zeit, die vor ihm liegt alles Gute zu wünschen : „Möge Gott sie beschützen, mögen Sie immer gute Rezepte für das Zubereiten von Erdbeermarmelade finden, mögen sie immer genügend Luft auf Ihrem Fahrrad haben“ Er hat sehr herzlich gelacht, gefragt wo wir herkommen, was wir machen. Stolz haben wir von unserer Arbeit berichtet.
Nach kleinen Leckereien ging es über den roten Teppich in den Garten des Schlosses Bellevue, zum großen Zapfenstreich.Der große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr und wird heute zur Ehrung von Persönlichkeiten, zu Jubiläen oder zum Abschluss großer Manöver abgehalten. Die Gesamtdauer beträgt 20 Minuten. Nach dem Wunschtitel von Bundespräsident Joachim Gauck „Über 7 Brücken musst Du gehen“ von der DDR Rockband Karat, dem Volkslied „Freiheit die ich meine“ sowie mit dem Kirchenlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther erklang die Nationalhymne. Tief berührt und ergriffen verharrten wir noch eine ganze Weile, bis wir zurück mit den Bussen ins Hotel fuhren.
Bei einer Tasse heißem Kaffee in der Hotelbar ließen wir die zurückliegenden Stunden noch einmal Revue passieren. Die Aufregung begann sich zu legen und müde und ein wenig erschöpft gingen wir ins Bett.
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Steigenberger Hotel traten wir unsere Heimreise an. Nun haben wir viel zu berichten und zu erzählen.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
1 Kommentar
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 03.04.2017 | 12:35   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.