Wandern im Harz: Vom Kloster Michaelstein bis zur Regensteinmühle

Blick durch das Torhaus auf das Kloster Michaelstein
 
Torhaus vom Innenhof des Klosters Michaelstein aufgenommen
Blankenburg (Harz): Kloster Michaelstein |

Der Treffpunkt der Wanderfreunde des Harzklubs Quedlinburg, für die ca. 11 km lange Wanderung, war der Parkplatz des Klosters Michaelstein bei Blankenburg. Das ehem. Zisterzienserkloster wurde 1139 von der Quedlinburger Äbtissin Beatrix II gegründet. Bereits im Jahre 1640 wurde das Kloster von den Mönchen aufgegeben. Später dienten die Gebäude als Klosterschule und Predigerseminar. Schon zu Zeiten der Zisterziensermönche wurde dort Fischzucht betrieben. Viele der Fischteiche sind noch heute vorhanden und werden genutzt. Heute befinden sich auf dem Gelände mehrere Gaststätten, ein Museum mit einer historischen Musikausstellung und mehrere Seminarräume . Auch Konzerte und ähnliche Veranstaltungen finden hier regelmäßig statt.

Schäferlinde- Mönchemühle und Birkental

Das erste Ziel unserer Wanderung war die Schäferlinde. Sie stellt trotz ihres Alters oder gerade deshalb eine imposante Erscheinung dar. Weiter ging es ging es, an den Bastteichen I und II vorbei, zu dem Möncheteich. Durch einen Durchlass in der Felswand gelangte das Wasser zur Mönchemühle. Noch 1952 wurde die Mühle als Schrotmühle genutzt. Das Wasser floss nicht, wie heute als Goldbach weiter, sondern wurde zum größtem Teil zu der, über einen Kilometer entfernten, Regensteinmühle, weitergeleitet. Dort versorgte es, neben dem zum Regenstein gehörendem Vorwerk, die beiden kaskadenförmig angelegten Wasserräder der Felsenmühle mit Wasser. Dieser Wassergraben von einer Länge von 1920 m, könnte, nach meiner Ansicht, mit seinem Regulierungssystem, als Vorbild für das Jahrhunderte später entstandene "Oberharzer Wasserregal" (UNESCO Weltkulturerbe) gedient haben. Von der ehem. Klostermühle wanderten wir das Birkental hinunter. Jedes Jahr im Mai verwandelt sich das Birkental, durch den der Goldbach fließt, in ein kleines Naturparadies. Neben dem allgemeinen Frühlingserwachen blühen und duften hier viele große Bärlauchbestände
(siehe dazu 3 Bilder vom Mai 2015).

Auf dem zur Weg zur Regensteinmühle

Kurz hinter der Brücke der B6n, die das Birkental überspannt, verließen wir das Birkental und gingen über den Parkplatz an der B6/B81 weiter bis zum Großen Papenberg. Von dort hatten wir einen schönen Ausblick zur Burgruine Regenstein. Nach einer kurzen Frühstückspause wanderten wir zu der, Ende des 12. Jahrhunderts errichteten, Regensteinmühle weiter. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde diese Felsenmühle betrieben. Sie gehörte in dieser Zeit den jeweiligen Grafen vom Regenstein. Erst Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde diese ehemalige Felsenmühle entdeckt und zwischen 1988 bis 1991 wieder freigelegt. Die Rekonstruktion der beiden Wasserräder erfolgte in den Jahren 2012 bis 2014.

Der Rückweg durch Teufelsbachtal

Nach der Mittagspause war es an der Zeit den Rückweg anzutreten. Entlang des, zum Teil wieder freigelegten, Mühlgrabens wanderten wir zurück ins Birkental. Kurz bevor die Mönchemühle erreichten, verließen wir das Birkental und wanderten durch das Teufelsbachtal zurück zum Parkplatz. Dieser Weg ist als Geologischer Wanderweg ausgewiesen. Durch mehrere Informationstafeln konnten wir uns über die geologischen Besonderheiten des Teufelsbachtales informieren. Ein Dankeschön geht an unseren Wanderführer Herrn Manfred Böhm, der aufgrund vereister Wanderwege, gezwungen war, kurzfristig die geplante Wanderroute zu ändern.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 04.03.2017
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 22.02.2017 | 14:27   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 22.02.2017 | 18:30   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 25.02.2017 | 21:42   Melden
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