Dachmarke Geiseltal als Findungsauftrag an die BTE – wieder einmal das Pferd von hinten aufgesäumt!

Da haben wir es wieder einmal, da wird der letzte Schritt vor dem ersten gestartet! Da soll ein Marke (Dachmarke) für das Geiseltal für teures Geld entwickelt werden, wenn man es noch nicht einmal in den 10 Jahren der Flutung des Geiseltalsees geschafft hat, ein touristisches Gesamtkonzept auf die Beine zustellen und dahinter ein touristisches Fachteam zu installieren, das für dessen Umsetzung verantwortlich ist.

Zudem ist der Begriff Dachmarke vollkommen irreführend, denn hier geht es eigentlich nur um eine touristische „Marke“, denn eine Dachmarke entsteht dann, wenn mehrere Marken unter einem Dach zusammengeführt werden. Die schon vorhandene touristische Dachmarke für die Region ist lange schon festgelegt und wurde im Herbst auch durch den Saalekreis bestätigt: „Saale-Unstrut-Tourismus“.
Dort ist das Geiseltal unter der festgelegten Namensgebung „Geiseltalsee“ seit Herbst mit dem Masterplan der Tourismusregion Saale-Unstrut, fest eingebunden.

Liest man die Aufgabenstellung zur Findung einer „Dachmarke“ auf der Infoseite des BTE, dann stellt man fest, dass diese Findung Aufgaben eines Gesamtkonzeptes übernehmen soll: … Für den Geiseltalsee sollen im Rahmen des Projektes eine zukünftige Positionierung sowie die Alleinstellungsmerkmale gemeinsam mit den Akteuren und Verantwortlichen vor Ort definiert und darauf aufbauend die Dachmarke weiterentwickelt werden…. Für eine zukünftige Positionierung und dem Aufbau von Alleinstellungsmerkmalen benötigt man zu allererst ein Gesamtkonzept. Darin ist die Markenfindung zur Vermarktung dann ein Teil von vielen Aufgabenbereichen. Jetzt soll im Umkehrschluss die Markenfindung zum Allheilmittel für die ganze Problematik der touristischen Entwicklung stehen, der blanke Wahnsinn.

Zudem sollte erst einmal geklärt werden ob eine Tourismusregion nur aus den 4 Seen wirtschaftlich überhaupt tragbar ist, denn Seenlandschaften gibt es viele. Genau genommen sind die Seen des Geiseltals ja schon Bestandteil der Mitteldeutschen Seenlandschaft. Als direkte Konkurrenz weist das Leipziger Seenland mit seiner Kanalverbindung 200 km Wasserfläche auf. Da kann man mit einem See, der über Jahrzehnte kaum etwas zu bieten haben wird, nicht allein punkten. Um punkten zu können wird das touristisch viel weiter entwickelte Umland dringend benötigt! Aber immer wieder konzentriert man sich bezüglich einer Tourismusregion auf die Badewanne Geiseltalsee. Alternativen sind vorhanden, sie müssen nur wahrgenommen werden!

Was insgesamt zum Thema Marke fehlt, ist die Festlegung wer denn der Besitzer der Marke sein soll und wer dann damit arbeiten darf. Sichergestellt werden muss, dass die Marke allen offen bleibt und nicht einer Firma oder Privatperson gehört. Dieser Versuch wurde ja schon einmal von Herrn Mager Busch gestartete, aber vom Patentamt damals abgelehnt, da der Markenname Geiseltalsee Allgemeingut ist und nicht als Markenname geschützt werden konnte.

Dann ist im Infotext der BTE von einer Anpassung des Layouts der Webseite geiseltalsee.de und die Aktualisierung des Logos, in Verbindung mit einer Dachmarkenfindung die Rede. Auftraggeber für die BTE ist der Landkreis, der Eigentümer von geiseltalsee.de die Marina Mücheln GmbH, deren Hauptanteilseigner die Stadt Mücheln – da stell sich sofort die Frage nach undurchsichtigen Netzwerken und Seilschaften!

Außenstehenden kommt das ganze unkoordinierte Gehabe um den Geiseltalsee wie ein Schildbürgerstreich vor. Bei den Unsummen von Steuergeldern die im wahrsten Sinne in den Sand gesetzt werden, auch kein Wunder! Wann bekommt touristischer Fachverstand endlich eine, seine Chance?

Weitere interessante Bürgertourismus Berichte findet man auf www.wasserturmland-magazin.jimdo.com!
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