Kampfbahn der Stahlwerker in Frankleben wurde vor 60 Jahren eingeweiht

Plakat zum Fußballspiel aus Anlass 60 Jahre "Kampfbahn der Stahlwerker" in Frankleben.
Braunsbedra: Kampfbahn der Stahlwerker |

Ostern 1957 erhielt die damalige Betriebssportgemeinschaft (BSG) Stahl Frankleben eine neue Sportanlage.

Die wurde aus verschiedenen Gründen auch dringend notwendig. Ausgangspunkt war der ständige Leistungsanstieg im Großfeldhandball und die fehlenden sanitären Einrichtungen. Der bis dahin genutzte Sportplatz im Franklebener Oberhof wurde den Anforderungen nicht mehr gerecht.

Es wurde nach Möglichkeiten für den Bau einer neuen Sportplatzanlage gesucht und auch gefunden. Die bis Anfang des Jahres 1954 verfüllte „Fehs-sche“ Kiesgrube mit Schlacke und Altsand vom Stahlwerk Frankleben, in verkehrstechnischer guter Lage, war das Objekt zum Bau einer den Anforderungen entsprechenden Sportplatzanlage. So wurde noch im Jahr 1954 mit der Planierung des unbebauten Geländes, sowie mit der Abtragung von Erdmassen begonnen.
Die Baufirma Hoffmann aus Weißenfels, unzählige freiwillige Arbeits-
einsätze von Brigaden des Stahlwerkes, Mitglieder der Betriebssportgemeinschaft Stahl und Armeeangehörige der Garnison Weißenfels vollbrachten dieses Bauwerk, einschließlich der Erstellung eine sanitäre und gastronomische Einrichtung, dem Sportlerheim bis Anfang des Jahres 1957.

Ostern 1957 (20.-22. April) erfolgte dann die Einweihung des Sportkomplexes mit der Namensgebung „Kampfbahn der Stahlwerker“.

Ehrengast war der prominente Skispringer Werner Lesser. Das Eröffnungsspiel im Fußball wurde von den DDR-Ligisten „ Dynamo“ Eisleben und „Aktivist“ Geiseltal bestritten. Die Attraktion war, dass der Spielball aus einem Flugzeug aus der Luft zur Platzmitte abgeworfen wurde. Zum Programm der drei Sporttage gehörte auch die Fahnenweihe der „Stahl-Fahne“, die damals von Reiner Müller, Harry Kaßler und Manfred Montag präsentiert wurde. Diese Platzweihe war im Ort Frankleben ein nie da gewesener Höhepunkt, der die gesamten Einwohner der Gemeinde Frankleben sowie Einwohner nahe gelegener Ortschaften mobilisierte.
Mit dieser Sportplatzanlage und allen dazugehörigen Einrichtungen in zentraler Lage wurden beste Möglichkeiten geschaffen, für die weitere sportliche Entfaltung in der BSG Stahl und für den obligatorischen Schulsport in der Franklebener Bildungseinrichtung.

Seit der Einweihung hat sich in den 60 Jahren einiges verändert. So wurde das Sportlerheim 1964 durch einen Brand vernichtet und an der Stelle wurde später ein Kleinfeldbolzplatz errichtet. Anfang der Neunzigerjahre wurde auch die nicht mehr benötigte Rundlaufbahn zurückgebaut. Der Großfeldplatz ist jetzt die Spielstätte der Friesen-Freizeitkicker, die von April bis November jeden Freitag ein Fußballspiel bestreiten.

Am 21. April wird das Kampfbahn-Jubiläum mit dem Fußballvergleich, unter der Spielleitung des international anerkannten und einen der erfolgreichsten deutschen FIFA-Schiedsrichter Adolf Prokop, zwischen dem SV Friesen Frankleben und dem SV Beuna (Alte Herren) entsprechend gefeiert und vielleicht treffen sich an diesem Tag auch einige Zeitzeugen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 06.04.2017
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