Polizei sieht Bio

In Leipzig wurde das Projekt „Elektroauto“ mit zehn Smart´s von der Polizei gestartet.

Es ist Bundesweit das erste dieser Art. Die Polizei in Leipzig erhielt drei dieser Gefährten um zu testen, ob sie die erhoffte Wirkung haben. Ein Grund weshalb es zur Zeit jedenfalls noch andere Polizeiautos statt der Smartflotte geben muss, ist ganz simpel: Man kann Straftäter nicht einfach in den Kofferraum stecken. Und dann wäre da noch das Image. Ob so ein schwerer „Straftäter“ einen Polizisten im Smart wirklich ernst nimmt....

Da sehe ich schon das erste Problem: Die Autowahl ist nicht besonders praktisch. Um jemanden zu Stellen, benötigt man immer zwei Polizisten, damit einer als Zeuge fungieren kann, das ist Pflicht. Also im schlimmsten Fall nehmen zwei Beamte den Straftäter fest, und dürfen dann erst mal ein Kaffeeklatsch abhalten, bis Verstärkung zum Abtransport eingetroffen ist. Das dürfte besonders für Zuschauer belustigend sein. Allerdings käme ich mir als Polizist ziemlich komisch vor, wenn ein zu kleines Auto Schuld daran ist, dass ich meine Aufgabe nicht ausführen kann.

Aus biologischer Sicht hat dieses Auto allerdings große Vorteile und es ist schön zu sehen, dass auch die Polizei in Leipzig versucht, mit der Natur zusammen zu arbeiten. Vielleicht werden auch einige Bürger angesprochen darüber nachzudenken, wie es mit der Natur weitergehen soll, wenn die Gesetzeshüter mit gutem Beispiel voran gehen. Eine solche Entwicklung wäre schön mit anzusehen, denn so ziemlich jeder weiß heutzutage, dass es der Natur dank des Menschen nicht sonderlich gut geht.

Schleichfahrten


„Hast du mal ne Batterie?“ Eine Frage, die bei diesen Autos einen gewissen Witz mitbringt: Nach 145 Kilometern wird es allerhöchste Eisenbahn, den Smart an eine Steckdose zu bringen, denn nur so lange kann das Energieauto rollen. Da stellt sich natürlich die Frage: Was ist bei einer Verfolgungsjagd? So einfach dürfte es nicht werden, den Flüchtling zu bitten, mal gerade eben zu warten, bis das Auto wieder aufgeladen ist, und Ablösung steht auch nicht an jeder Straßenkreuzung.

Eine Problematik, die die Polizei sicher kennt, aber dadurch nicht wett gemacht wird. Verstärkt wird die Frage der Sinnigkeit dieser Autos noch durch die Tatsache, dass dieses Polizeiauto kein Blaulicht besitzt. Okay wir behalten im Auge, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt. ABER ein Polizeiauto ohne Blaulicht??? Mit der Begründung, dass dies erstens zusätzlichen Strom verbraucht, und die Autos außerdem hauptsächlich bei den Bürgerpolizisten in Gebrauch sind???

Ich denke jeder kennt die Redewendung „Unverhofft kommt oft“, bei diesem Projekt der Polizei wird wohl gehofft, dass dieser Spruch sich nicht erfüllt. Man kann gespannt bleiben, wie sich dieses Projekt entwickelt.
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1 Kommentar
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Krohn Jürgen aus Braunsbedra | 20.01.2014 | 22:41   Melden
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