Die 775- und 800-Jahrfeier in Coswig - DDR-Stadtjubiläen und städtische Eigenlogik?

Stadtjubiläen in der DDR waren oft von langer Hand geplante Feste, die ihren Bewohnern noch Jahre im Gedächtnis blieben. Nicht immer wurde dabei so gefeiert, wie sich die SED-Zentrale dies gewünscht hätte. Im Rahmen einer Doktorarbeit werden eigendynamische Phänomene in DDR-Städten zu deren Jahrfeiern erforscht.

Wie war es in Coswig 1962 und 1987? Hierfür werden Quellen aus jener Zeit gesucht, die sich nicht in Bibliotheken und Archiven finden lassen.

Im Rahmen eines geschichtswissenschaftlichen Dissertationsprojektes an der TU Dresden werden Stadtjubiläen in der DDR-Zeit untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach lokaler Eigendynamik, Wahrnehmungen in der Bevölkerung und städtischem Stolz während jener Feiern, welche von der SED-Zentrale gern in vollem Umfang für propagandistische Zwecke instrumentalisiert worden wären. Die bisherigen Studien zeigen deutlich, dass es in der DDR vor Ort in Städten und Gemeinden einen eigenen Bürgersinn gab, der teilweise der parteilichen Linie entgegenstand, teilweise mit ihr harmonierte bzw. von der SED geduldet wurde. Die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Thematik gestaltet sich sehr schwierig. Oftmals stehen in den Akten der Stadträte etc. nur standardisierte Floskeln, die an höhere Institutionen weitergegeben werden mussten.
Um tiefere Einblicke in die lokale Kultur während der beiden Jubiläen in Coswig gewinnen zu können, wären weitere Quellen zu Rate zu ziehen.

Gesucht werden u.a.
- Bildmaterialen, die das Fest in seiner Umsetzung dokumentieren
- private Aufzeichnungen, Erlebnisschilderungen, Tagebucheinträge rund um die Stadtjubiläen
- "Besonderheiten", d.h. alles, was die städtischen Alleinstellungsmerkmale Coswigs (Stadtgeschichte, Persönlichkeiten, Gebäude, ...), den Stolz auf Coswig während der betreffenden Zeit ausdrückte. Stolz auf Tradition, Errungenschaften oder Künftiges
(- bitte keine öffentlich publizierten Festschriften)

Jede für die Arbeit nutzbare Quelle wird selbstverständlich nach wissenschaftlichen Standards sowie nach Absprache mit dem Urheber verwendet.

Wer einen Beitrag zur Erforschung dieser facettenreichen Studie zur Gesellschaftsgeschichte der DDR leistenmöchte, sei herzlich eingeladen, Kontakt zu mir, Daniel Fischer, aufzunehmen.

Schicken Sie mir eine Nachricht über dieses Portal mit Ihren Fragen und einer kurzen Beschreibung des verfügbaren Materials.
Ferner wurde zum Austausch die Gruppe "Stadtjubiläen in der DDR" gegründet. Details könnten im Anschluss gern telefonisch oder via Email besprochen werden.

Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise und werde versuchen, stets schnellstmöglich zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen,
Daniel Fischer
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