Den jüdischen Männern ...

Den jüdischen Männern, Frauen und Kindern, die dem Nazi-Terror von 1933 - 1945 zum Opfer fielen,
ist auf der Stele zu lesen, wo in Dessau bis 1938 die Synagoge gestanden hat.

Wie ich unter meinem Beitrag über den Besuch der Mühlhauser Synagoge angekündigt hatte, habe ich gleich am heutigen Vormittag nach einem Anruf dort das jüdische Gemeindehaus Dessau besucht, das jetzt auch wieder der Gemeinde gehört und sich nur wenige Meter von der Stele entfernt in der Kantor-Straße befindet.

Nachdem ich geklingelt hatte, konnte ich die Haustür öffnen und den Flur betreten, an dessen Wänden mehrere Tafeln erste Informationen lieferten.

Im 1. Stock wurde ich im Büro schon erwartet und konnte einer freundlichen Frau, die aus der Ukraine stammt, mein Anliegen vortragen.

Nach ersten Informationen über die mehr als 350 Mitglieder plus Angehörige, darunter 22 Kinder, zählende Gemeinde wurden mir die in beiden Stockwerken genutzten Räume gezeigt, insbesondere die Ausstellungsräume und der Gebetssaal, auch nur mit Kopfbedeckung von mir zu betreten.

Hinter dem Gebetssaal befindet sich, ggf. durch einen Vorhang abgetrennt, ein zweiter Raum, in dem die Frauen sich während der Gottesdienst aufhalten.

Überall durfte ich fotografieren. Um die Thora-Rolle zu sehen, die eine schmucke Umhüllung besitzt, wurde für mich sogar der Schrein geöffnet.

In den Ausstellungsräumen und auf den Fluren gab es so viel zu sehen, dass es heute sicher nur die ersten Eindrücke waren, die ich mitnehmen konnte.

Freitags um 19 Uhr wird Sabbat gefeiert. Einmal im Monat kommt der Rabbi zu einem Gottesdienst, das nächste Mal Ende Juli.

Die Sicherungsvorkehrungen halten sich m. E. in Grenzen. Als eines der Beispiele für (wenig) Übles wurde mir der Zettel gezeigt, der in den letzten Jahren angekommen ist.

Sicher war ich nicht das letzte Mal dort!

(2011)
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