Die Synagoge in Gröbzig

Blick von der Frauen-Empore
 
Eingang zur Synagoge, Lange Straße
Die Synagoge in Gröbzig ist ein Gebäudekomplex, der aus Synagoge, Gemeindehaus, Schule und Friedhof besteht. Als eine der wenigen Synagogen in Deutschland überstand sie die Reichspogromnacht 1938 unbeschadet. Heute beherbergt sie ein Museum.

Gröbzig verfügte seit dem 18. Jahrhundert über eine große jüdische Gemeinde. Die Synagoge wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. 1832 kamen das Gemeindehaus und die so genannte "alte Judenschule" hinzu. Weitere Umbauten folgten 1858. Dazu gehören die Integration des Zugangs zur Frauenempore in den Synagogenbau sowie das Aufstellen von Kanzel und Bänken.

Nachdem die jüdische Gemeinde Gröbzig von 1871 bis 1934 rapide geschrumpft war, übergab sie die Synagoge der Stadt zur musealen Nutzung. Die brachte dort ihre heimatgeschichtliche Sammlung unter. Wohl aufgrund dieser neuen Nutzung entging der Gebäudekomplex 1938 der Zerstörung durch die Nationalsozialisten.

Nachdem das Gebäudeensemble zwischen 1965 und 1967 optisch verändert wurde (glatter Putz an den Wänden, weiß getünchte Wände sowie überstrichene Ausmalungen von 1858), entschloss man sich in Gröbzig 1984 zur Restaurierung und Rekonstruktion des Zustands der Synagoge von 1858.

Am 3. November 1988 wurde der Gebäudekomplex als "Museum Synagoge Gröbzig Ausstellung Gröbziger Heimathistorie und jüdischer Geschichte" wieder eröffnet. Seit 1996 gehört die Synagoge zum Museum jüdischer Kulturgeschichte des mitteldeutschen Raumes

(Quelle: http://www.sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Synago...)


Bei dem Versuch, Dessau (und Anhalt) besser kennen zu lernen, bin ich in Wörlitz, Dessau und zuletzt (am 16.10.09) in Gröbzig (Landkreis Anhalt Bitterfeld) nicht nur auf Spuren des Judentums in Anhalt gestoßen.

Die Gröbziger Synagoge ist neben Gemeindehaus, Schule und Friedhof wichtigster Teil eines jüdischen Ensembles, das wie durch ein Wunder das Tausendjährige Reich überlebt hat, heute zwar nur noch Museum ist, weil es die jüdischen Menschen auch in Gröbzig leider nicht mehr gibt, aber es ist auch Beweis für den Fortbestand des Judentums in Deutschland bis heute.

Die jüdische Schule ist für uns geöffnet!
Alles ist bereit; sogar der Rohrstock für den Lehrer. Nur Schüler kommen leider nicht mehr.

Museumsbesuch ist wohl gar nicht das richtige Wort für unsere drei Stunden am 16.Oktober 2009!
Es war Regenwetter. Sonst wären wir möglicherweise eher in den Fläming gefahren. Gemütlich war es deshalb im Freien und beim Fotografieren nicht. Das war auch einer der Gründe dafür, den jüdischen Friedhof diesmal gar nicht zu besuchen.

Aber von den zur Verfügung stehenden drei Stunden blieb auch nur eine für Gröbzig übrig, weil wir wegen diverser Umleitungen für die an sich nicht allzu weite Strecke hin und zurück alleine etwa zwei Stunden brauchten.
So haben wir uns auf der Frauen-Empore der Synagoge nicht lange, in der Verwaltung des Museums nur kurz und im Gemeindehaus nur zum Bezahlen des Eintritts aufgehalten und längst nicht alle Exponate usw. besehen können. Ein zweiter Besuch ist also beabsichtigt. Der nächste, besondere Anlass dafür wäre an sich das "Museumsfest" am 24. und 25. Oktober mit jüdischer Musik und jüdischem Leben, da wieder jüdischer Besuch aus der Ukraine erwartet wird! Mal sehen!

Jüdischer Besuch in Gröbzig ist keine Seltenheit.

(mein Bericht von 2009)

Ein zweiter Besuch lässt auch noch nach fünf Jahren leider auf sich warten
Und wieder steht das Museumsfest bevor: am nächsten Sonntag, den 12 Oktober 2014!
Mehr dazu:
http://synagoge-groebzig.de/
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2 Kommentare
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 06.10.2014 | 17:58   Melden
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Klaus Stegmann aus Quedlinburg | 08.10.2014 | 17:32   Melden
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