Jetzt brennen sie wieder...

... die Igel...
Osterfeuer erfreuen sich zunehmender Beliebtheit - jeder, der auf sich hält, zündelt im Garten sein ganz eigenes Osterfeuerchen. Da wird tagelang zusammengetragen, was verbrannt werden soll.
Je mehr, desto höher wird das Feuer.
Doch über Nacht bereits wird der Holzstapel ungewollt zum kleinen Biotop - Insekten; Amphibien kriechen darunter; so mancher gefiederte Bodenbrüter sucht dort Schutz. Und auch der Igel hat eine Vorliebe für Holzstapel.
So kurz nach dem Winterschlaf läuft der Igel weite Strecken auf der Suche nach Nahrung. Denn die Nächte sind kalt, es gibt noch zu wenig Insekten, Larven und Käfer. Da ist ein Holzstapel hochwillkommen. Er bietet Nahrung und Unterschlupf...
Natürlich ist hinlänglich bekannt, dass Holzstapel vor dem Verbrennen umgeschichtet werden sollen, doch wer hat dazu schon Lust. Einfach anzünden. Wird schon nichts sein...
Die Insekten flüchten, die Vögel fliehen, doch des Igels Schutzverhalten heißt Zusammenrollen, nicht Fliehen. So verbrennt er bei lebendigem Leibe.
Manchmal wird ein Igel mit schwersten Verbrennungen, aber noch lebendig, bei Igelstationen abgegeben. Ich wünsche niemandem, solche Bilder je sehen zu müssen.
Und so sterben jedes Jahr unzählige Igel qualvoll in den Flammen der Osterfeuer, während die Menschen fröhlich und ohne jeden Gedanken an ihre Umwelt feiern.
Deshalb: Bitte denken Sie an die Igel – schichten Sie Ihre Holzstapel vor dem Anzünden um!
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Kerstin Franz aus Dessau-Roßlau | 17.04.2014 | 15:41   Melden
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