Konzerteinladung: War Requiem op.66 (Benjamin Britten)

Wann? 20.11.2016 17:00 Uhr

Wo? Anhaltisches Theater Dessau, Friedenspl. 1, 06844 Dessau-Roßlau DE
Dessau-Roßlau: Anhaltisches Theater Dessau | Stefan Nusser, Kirchenmusiker der Propsteigemeinde "St. Peter und Paul" lädt ein:

„My subject is War, and the pity of War,
The Poetry is in the pity …
All a poet can do today is warn.“

(Wilfried Owen, 1893-1918)


Das War Requiem op. 66 von Benjamin Britten wurde unter Mitwirkung des Komponisten am 30. Mai 1962 in der neu erbauten Kathedrale von Coventry uraufgeführt.


Unter dem perfiden Titel „Operation Mondscheinsonate“ verübte die deutsche Luftwaffe am 14. November 1940 den schweren Luftangriff auf Coventry. 550 Menschen starben und große Teile der Innenstadt, Industrieanlagen und auch die mittelalterliche St. Michael’s Kathedrale wurden zerstört.

Der damalige Dompropst Richard Howard ließ drei große Zimmermannsnägel aus dem Dachstuhl der zerstörten Kathedrale, die geborgen wurden, zu einem Kreuz zusammen fügen. Er ließ außerdem die Worte „FATHER FORGIVE“ in die Wand des Chorraumes der Ruine meißeln und aus zwei verkohlten Holzbalken ein Kreuz zusammensetzen.
Versöhnungsgebet von Coventry

„Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3,23)

Darum beten wir:


Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse, Vater, vergib.


Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist, Vater, vergib.


Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet, Vater, vergib.


Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen, Vater, vergib.


Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge, Vater, vergib.


Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht, Vater, vergib.


Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott, Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4,32)


AMEN“


Trotz einer groß angelegten Besetzung und einer Aufführungsdauer von ca. 90 Minuten ist das War Requiem kein bombastisches Werk, sondern in vielen Teilen ein Ausdruck stiller Trauer und des Andenkens an die Kriegstoten. Das selten zu hörende Werk erklingt bald in Dessau, in einer


Aufführung am Sonntag, 20. November um 17.00 Uhr in Dessau, Anhaltisches Theater

Mitwirkende:

Opernchor Dessau, Opernchor Magdeburg, Extrachor des Anhaltischen Theaters,

Opernkinderchor des Anhaltischen Theaters, Solisten

Anhaltische Philharmonie

(Verfasster Text: Dr. Stefan Nusser)
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