Kunst im Integrationskurs

Dessau-Roßlau: brau.ART e.V. | Ein dreitägiger Kunstworkshop für SchülerInnen eines Integrationskurses fand in der vergangenen Woche unter der Leitung von Monika Ratzka, Textildesignerin und Mitglied des brau.ART e.V., statt, in Zusammenarbeit mit Frau Ullmann von der Sprachschule Inlingua Dessau.
Die 12 TeilnehmerInnen, Erwachsene aus Syrien, Somalia, Irak, Iran(Kurdistan), Kroatien, Ukraine, und Syrien beschäftigten sich künstlerisch mit ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Am Anfang stand die Erfassung ihrer Person als Ganzes. Die Schattenrisse der SchülerInnen, auf große weiße Stoffteile aufgebracht, wurden schrittweise mit individuellen Motiven in Acrylfarbe ausgemalt. So setzten die TeilnehmerInnen schlimme Fluchterlebnisse sowie Erinnerungen an ihre Heimat und ihre Familien in Farbe und Form um.

Ausgestellt werden die Ergebnisse samt Erläuterung in der brau.ART 2016, der Jahresausstellung des brau.ART e.V., die vom 9.9. - 25.9. in der Alten Schultheiss‘ Brauerei stattfindet.

Ich zitiere Herrn Christian Altmann, Integrationskoordinator der Stadt Dessau-Roßlau, zu diesem Workshop: „Das hier vorliegende Projekt zeigt deutlich, dass die Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund den Bereich der Traditionspflege und Innovation gleichermaßen befördert. Durch die Einbindung der Projekteilnehmer*innen ist es gelungen, eine gleichberechtigte Teilhabe mit Akteuren*innen auf dem Gebiet von Kunst und Kultur zu ermöglichen, neue aktuelle und authentische Sichtweisen zu gewinnen und künstlerisch aufzuarbeiten. Zuwanderung ist dabei mehr als ein Wort. Dahinter verbergen sich Geschichten, Gefühle und Zukunftswünsche, die es gilt, sichtbar zu machen. Das Projekt und insbesondere Kunst schafft hier durch seine/ihre Ausdrucksmöglichkeiten einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Austausch. Im Entstehungsprozess wurde den Projektteilnehmer*innen Raum und Möglichkeiten geboten, das Gelebte zu verarbeiten, ihm Ausdruck zu verleihen und anderen Menschen zu transportieren. Dies führt nicht nur zu Selbstwertsteigerung oder Steigerung der Lebensqualität aller am Projekt beteiligten Kunstschaffenden. Es fördert die Integration und führt damit zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes.“
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