Monat der Bäderarchitektur in Binz

Kurhaus
Die MZ berichtete am 19. September 2014 und gab eine Vorschau auf die Höhepunkte des Monats der Bäderarchitektur.
Wir nahmen an einer Führung zu den "Weißen Diven" teil und erfuhren Interessantes über die Entwicklung von Binz zum größten Seebad Rügens.
Zunächst versuchten die Herren von Putbus, den Ort Putbus zu einem Badeort zu entwickeln. Wilhelm Malte I. zu Putbus erklärte seine Residenz 1816 zum Seebad. Doch die vornehmen Gäste wollten nicht im Bodden baden sondern in der Ostsee. Deshalb ließ der Herr von Putbus seine Gäste mit Kutschen in der Nähe des Dorfes Binz an den Strand bringen. Dort stiegen sie getrennt nach Geschlechtern in Badekarren, die von Pferden in das Wasser gezogen wurden. Vom Karren aus stieg man in das Wasser und musste 3- bis 5-mal untertauchen, dabei wurde auch von Bediensteten nachgeholfen, und der Juchzer des Badenden war obligatorisch. Dann kamen die Pferde und zogen den Badekarren wieder aus dem Wasser. Die Einheimischen waren überzeugt, dass die "Baders" niemals wiederkommen, sondern an der Schwindsucht sterben würden.
Doch bald erkannten die Binzer die neuen Einnahmequellen.
Man bagann zu vermieten, 1876 eröffnete das erste Hotel, 1,3 km vom Strand entfernt, zu weit befanden die Gäste.
Deshalb baute der Dorfkrugbesitzer Klünder 1883 das erste Hotel am Wasser, das "Strand-Hotel" und gilt deshalb als Gründer des Seebades Binz.
Vom folgenden Bauboom erzählen heute die liebevoll restaurierten Strandvillen.
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