Auf den Spuren der Stiftsdamen vom Schloß Mosigkau

Die Kulturstiftung Dessau- Wörlitz lud am Mittwoch zu einer Sonderveranstaltung ins Archiv des hochadligen Fräuleinstifts Mosigkau ein. Die Zahl der Besucher war begrenzt. Wir bekamen Einblick in historische Dokumente des Stiftarchivs, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben.Die Archivarin, Ute Winkelmann, berichtete uns lebendig und tiefgründig über die Entstehung des Stiftes und das Leben der Stiftsdamen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass Frau Winkelmann selbst Stiftsdame war. Ihr Bericht war voller Freude und Enthusiasmus.
Anna Wilhelmine , die Lieblingstochter des Alten Dessauer, ließ das Schloß 1742 errichten. Ihre soziale Ader zeigte sich in vielen Tätigkeiten, z.B. in der Errichtung einer Mädchenschule in Mosigkau. Sie hat sparsam gewirtschaftet und alle Gewinne, die sie erzielt hat gemeinnützigen Zwecken zugeführt.
In einem ausführlich,akribisch verfassten Testament regelt sie das Gehalt der Äbtissin und der Stiftsdamen. Sie legte fest, welche Reparaturen am Schloß gemacht werden sollen und wie die Umgestaltung des Gartens aussehen soll.
Sie bestimmte wie die Wohnugen verteilt werden. Die Äbtissin bekam die hellste und größte Wohnung.
Sehr interressant war ein Blick in die 165 Jahre alten Rechnungbücher.
Johann Sophie war die 1. Äbtissin.
Dann durften wir uns die Stiftsdamenchronik ansehen. Sie war sehr interressant und abwechslungsreich gestaltet. Sie ist sehr wertvoll und wird deshalb eingelagert und digitalisiert.
Bei einem Rundgang zeigte uns Frau Winkelmann die verschiedenen Wohnungen der Stiftsdamen.
Der krönende Abschluß war die Besichtigung des Festsaales. Die wertvollen Gemälde an den Wänden stammen aus dem Schatz der Oranier.
Auch die Musik spielte damals schon eine große Rolle.
Anna Wilhelmine verfügte in ihrem Testament, dass zu jedem Jubiläum angemessene Musik gespielt wird.
Auch heute noch werden in diesem Saal Konzerte gegeben.
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2 Kommentare
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Reinhart Bollmann aus Köthen (Anhalt) | 04.09.2014 | 16:54   Melden
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Roland Horn aus Dessau-Roßlau | 04.09.2014 | 21:53   Melden
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