Berufs- und Laienmusiker musizierten gemeinsam

Blasorchester mit Verstärkung in der Slowakei

Rückblick auf eine schöne Zeit mit Musikern der Anhaltischen Philharmonie

Das Jubiläum der Anhaltischen Philharmonie möchte ich zum Anlass nehmen, einmal in die sechziger Jahre zurückzublicken.
Nach meinem Lehrerstudium begann ich meine Tätigkeit als Musiklehrerin in der Wilhelm- Pieck- Oberschule in Wolfen-Nord.
Während des Studiums hatte ich das Spiel auf der Konzertflöte erlernt.
Damals, 1964, sollten schreibende Arbeiter und Laienmusiker den "Bitterfelder Weg" beschreiten.
Als Flötistin wurde ich Mitglied des Arbeitersinfonieorchesters des Chemiekombinates Bitterfeld und des Blasorcheters der Filmfabrik Wolfen.
Im Sinfonieorchester wurden klassische Werke, wie zum Beispiel die 5. Sinfonie von Beethoven einstudiert. Es fanden sich aber nicht genug Laienmusiker, um die volle Orchesterbesetzung zu gewährleisten.
Deshalb wurde das Orchester von Musikern des Dessauer Theaters verstärkt.
Vor allem im Blasorchester machte es mir viel Freude, mit den "Profis" zu musizieren.
Von ihnen konnten wir Laien viel lernen.

Das Pionierblasorchester

Davon profitierten auch meine Schüler in Wolfen- Nord. Die Filmfabrik finanzierte die musikalische Ausbildung der Schüler und es wurde ein Pionierblasorchester gegründet.
Die Instrumente stellte die Filmfabrik den Schülern zur Verfügung. Den Instrumentalunterricht erteilten die Dessauer Theatermusiker.
Ich erinnere mich an die Musiker: Jörg Fassmann(Horn), Dieter Orling(Tuba), Karl- Heinz Gutte (Klarinette) und Egon Michalke (Trompete).
Ich selbst unterrichtete Konzertflöte. In erstaunlich kurzer Zeit war das Blasorchester einsatzbereit.
In den Sommerferien fuhren wir mit den Kindern ins Pionierlager. Hier wurde jeden Tag fleißig geprobt.

Die Konzertreise
Als Dank für meine Aktivitäten bei der Ausbildung der jungen Bläser durfte ich mit dem Blasorchester der Filmfabrik an einer mehrtägigen Konzertreise in die Slowakei teilnehmen.
Ich wurde vom Unterricht beurlaubt.
Neununddreißig Männer und ich machten sich auf die Reise.
Zusätzlich waren noch die Schauspieler Friedel Weitkamp und Hildegart Weconke mitgereist.
Viele Theatermusiker verstärkten die Reihen. Es waren die selben, die auch in meiner Schule aktiv waren.
Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir Prag.

Unterricht beim ersten Flötisten
Um meine Technik auf der Flöte zu verbessern, nahm ich Unterricht beim ersten Flötisten der Anhaltischen Philharmonie, Lothar Bochmann.Ich durfte ihn sogar einmal vertreten.
Ich denke gern an diese Zeit zurück.
Heute ist es undenkbar, dass Kinder kostenlos Instrumentalunterricht bekommen.
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