Dessauer radeln am Tag des offenen Denkmls

Der neue Wasserturm

Gemeinsam Denkmale erhalten

So lautete das Motto am Tag des offenen Denkmals. Etwa Hundert Dessauer trafen sich am vergangenen Sonntag zu einer Radtour zu den verschiedenen Denkmalen.
Silke Hildebrandt und Mitarbeiter der unteren Denkmalschutzbehörde führten die von der Stadt organisierte Tour durch.
Der neue Wasserturm
Das war die erste Station der Radtour. Ein Verein ist bemüht durch Spenden den Wasserturm vor dem Verfall zu retten. Viel wurde schon erreicht. Das Dach ist neu gedeckt. Bürger der Stadt spendeten für neue Dachziegel. Die Türmchen sind erneuert.
Aber es ist noch viel zu tun.

Bauhausmuseum

Im Stadtpark durften wir das Gelände des zukünftigen Bauhausmuseums besichtigen. Archäologen zeigten uns Kleinfunde aus dem12. - 19. Jahrhundert. Es war vor allem Keramik. Eine Lehmstraße zeigte Spuren eines ehemaligen Muldehochwassers.
Sogar ein mittelalterlicher Steinbrunnen wurde entdeckt. Ziegel- und Natursteinmauern aus dem 17. und 18. Jahrhundert kamen zum Vorschein. Tierknochen wurden gefunden. Der junge Mann konnte sehr viel Interessantes erzählen.

Y-Häuser

Drei an der Zahl sind Wahrzeichen der Stadt. Deren Abriss konnte verhindert werden. Eines der Häuser wurde saniert. Es sind schöne Wohnungen entstanden. Leider wenige mit Balkon.

Villa Kämmerer

Das war früher Wohnung der Familie Kämmerer mit einer angeschlossenen Seifenfabrik. Ein Enkel der Familie war aus Osnarbrück angereist.
Bis zur Wende war es Hygieneinstitut. Als dies nach Halle verlegt wurde, stand das Gebäude leer.
Durch einen Brand wurde es innen bis auf die Unkenntlichkeit zerstört.
Jugendliche hielten sich hier auf und beschmierten die Wände. Ich war bei dem Anblick entsetzt. Nun will eine Familie hier eine Privatwohnung ausbauen. Auch Seife soll wieder hergestellt werden.

Die alte Bäckerei im Schwabehaus

Wunderbar restauriert- das Schwabehaus. Es war ein Backhaus. Im Wandbackofen wurden Brot, Brötchen und wenn die Hitze im Ofen nachließ, Kuchen gebacken.
Im Hof konnten wir uns leckeren Pflaumenkuchen schmecken lassen. Bis 1986 war die Bäckerei in Betrieb.

Vororthaus

In diesem Gebäude, das der Stadt gehört, bekamen wir einen Schreck beim Anblick der Räume.
Nachdem die Lernbehindertenschule in ein anderes Gebäude verlegt wurde, tat die Stadt nichts mehr zum Erhalt.
Die Decken müssen gestützt werden.
Früher diente das Haus als Lazarett .Studenten der Hochschule Anhalt haben jetzt das Haus für sich entdeckt. Es soll ein Ort der Begegnung zwischen Studenten und Bürgern der Stadt sein. Zehn Jahre sind für die Sanierung geplant.
Insgesamt war es eine sehr interessante Radtour zu den verschiedensten Denkmalen der Stadt.
Dank den Bürgern, die sich für den Erhalt der Gebäude und deren Nutzung einsetzen.
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3 Kommentare
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 11.09.2016 | 17:51   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 11.09.2016 | 21:16   Melden
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Béatrice Haas aus Dessau-Roßlau | 15.09.2016 | 10:05   Melden
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