Ein kleines Dorf schreibt Geschichte

Marktplatz von Reppichau
Zwischen Aken, Dessau und Köthen befindet sich ein ganz besonderes Dorf. Acht Kilometer beträgt die Strecke von Dessau nach Reppichau. Das kleine Dorf ist europaweit bekannt.

Entstehung des Sachsenspiegels

Schriften und Zeichnungen weisen darauf hin, dass hier Eike von Repgow geboren wurde und seinen berühmten Sachsenspiegel, das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters, schrieb. Es galt nicht nur für Deutschland, auch Ost- und Mitteleuropa richtete sich danach.
Viele Rechtssprüche haben heute noch ihre Gültigkeit. Im ehemaligen Feuerwehrgebäude befinden sich ein Rittersaal und das Infozentrum.

Auf alte Bekannte getroffen

Ich hatte großes Glück und musste nicht alleine das Dorf erkunden.
Auf dem Marktplatz tummelten sich viele Menschen. Es waren Mitarbeiter von Beyer Bitterfeld. Einmal jährlich spendet der Betrieb einen Ausflug für die Angestellten und ihre Familien. Auch mein Sohn wurde dort ausgebildet und ich saß zufällig seiner Prüferin gegenüber. Da schloß ich mich einfach deren Führung an. Wir besichtigten ein Mühlenmuseum. Da fiel uns ein Spruch auf, der heute noch gebräuchlich ist: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Eike von Repgow hat viele Redewendungen in seinem Rechtsbuch verwendet. Das können sich die Leute besser merken.

Eine uralte Sackentstaubungsmaschine hatte verblüffende Ähnlichkeit mit der Fußmattenreinigungsmaschine in unserer neuen Autowaschanlage.
Gleich hinter dem Dorfteich stehen sieben fünf Meter hohe Figuren.
Hier wird das Zusammenspiel zwischen Staat und Kirche erklärt.
Ein Besuch in Reppichau lohnt sich. Es gibt noch viel mehr zu entdecken.
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
1 Kommentar
14.707
Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 23.04.2016 | 16:10   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.