Eine Dokumentation im Fernsehen schockierte mich

Dienstagabend: gemütlich sitze ich auf dem Sofa und freue mich auf eine neue Folge "In aller Freundschaft". Große Enttäuschung: Fußball ist angesagt.
Nun habe ich die Wahl zwischen Krimi, Liebesfilm und Geundheitssendung. Ich entscheide mich für eine Dokumentation über die russischen Städte Moskau und Petersburg.

Schließlich war ich einmal Russischlehrein, habe die beiden Städte besucht und mich intensiv mit ihrer Geschichte vertraut gemacht.
So konnte ich aus eigenem Erleben berichten und die Schüler für das Land und seine Sprache begeistern. Unsere Thälmannpioniere standen im regen Briefwechsel mit den Leninpionieren.
In den Russischbüchern drehte sich alles um den Revolutionär Lenin. Ich habe alle Orte besucht, an denen Lenin gewirkt hat und nie die Wahrheit der Berichte über ihn angezweifelt. Bei den Russischolympiaden sangen meine Schüler Loblieder über Lenin, z. B. Lenin lebt immer in uns, bei Hunger, Hoffnung und Glück. In Moskau reihte ich mich in die lange Menschenschlange vor dem Leninmausoleum ein. Und heute???

Keine Schlangen mehr. Lenin war ein Diktator, der keine andere Meinung zuließ.
Die Ausgabe der "Prawda" in hoher Stückzahl war nur durch Geldwäsche möglich, so wurde berichtet. Dieser Bericht hat mich sehr nachdenklich gemacht. So ändern sich die Zeiten und die Sicht auf die Dinge.
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7 Kommentare
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Wolfgang Rust aus Dessau-Roßlau | 20.04.2016 | 19:33   Melden
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Hildegard Stelzig aus Sangerhausen | 20.04.2016 | 20:29   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 20.04.2016 | 20:45   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 21.04.2016 | 20:00   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 23.04.2016 | 13:37   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 23.04.2016 | 14:47   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 23.04.2016 | 15:26   Melden
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