Es klappert die Mühle...

Bockwindmühle in Libehna
...Nein, nicht am rauschenden Bach, sondern auf einem großen Hügel in Libehna. Diese 1814 errichtete Sechs-Balken-Bockwindmühle steht auf einem bronzezeitlichem Hünengrab. Man kann sie in die entsprechende Windrichtung drehen. Dafür werden vier Männer benötigt, die den Balken drehen. Sie hatte viele verschiedene Pächter. 1984/85 wurde sie restauriert.

Am Mühlentag hatten die Besucher die Möglichkeit, das Innere der Mühle zu besichtigen. Es war sehr interessant, die 200 Jahre alte Technik kennenzulernen.
Das wichtigste Detail war das Kammrad. Es wird von den Flügeln angetrieben. Überdimensionale Balken stellten eine Bremse dar, die die Flügel zum Stehen brachten. Mit fleischwolfähnlichen Geräten konnten Kinder das Schroten nachvollziehen. Für den Müller gab es sogar einen kleinen Aufenthaltsraum mit Schlafgelegenheit.

Das Mehl sah allerdings nicht so schön weiß aus wie heute.
Mühsam mussten die Säcke an einer Kette hochgezogen oder herabgelassen werden. In vielen Märchen spielen Müller eine Rolle. Jetzt erst kann ich nachvollziehen, wie schwer diese Arbeit war.
Die Flügel der Mühle drehten sich schnell, denn Wind gab es ja an Pfingsten genug.

Am 29. Juli lädt Libehna zum Mühlenfest ein
. Ein Besuch lohnt sich.
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6 Kommentare
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Hildegard Stelzig aus Sangerhausen | 16.05.2016 | 18:37   Melden
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Susi Lange aus Dessau-Roßlau | 16.05.2016 | 19:38   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 17.05.2016 | 11:15   Melden
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Jürgen Nickel aus Dessau-Roßlau | 17.05.2016 | 19:30   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 18.05.2016 | 12:25   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 23.05.2016 | 22:21   Melden
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