Ministerpräsident beim THW Ortsverband Dessau

  Dessau-Roßlau: THW Ortsverband Dessau | Das Jahr 2016 ist noch jung und doch ist schon einiges im Dessauer Ortsverband passiert. So hat sich zum 26. Februar der oberste Dienstherr des Technischen Hilfswerks, Herr Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, zu einem Kurzbesuch angemeldet. Zusammen mit dem Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Herrn Dr. Reiner Haseloff, wollten sich beide von der aktuellen Situation des Ortsverbandes und dessen Einsatzspektrum informieren. Dafür standen den Ministern der THW Landesbeauftragte für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Herr Manfred Metzger, Referatsleiter Einsatz, Herr Dirk Ulrich, Geschäftsführer für den Geschäftsbereich Halle (Saale) Herr Jürgen Franke, der Ortsbeauftragte für Dessau, Herr Daniel Freyer-Gottschalk, sowie Vertreter der anderer Ortsverbände Wittenberg, Merseburg, Halle (Saale), Weißenfels und Wolfen-Bitterfeld Rede und Antwort.
Als Hauptthema war der Wegfall der Wehrpflicht und dessen Auswirkungen auf die Ortsverbände. Hier fragte Dr. Haseloff besonders nach, was man als Land Sachsen-Anhalt tun könnte, um den dringend gesuchten Nachwuchs für das THW zu finden. Zu unterscheiden ist hier, in welchem Gebiet der jeweilige Ortsverband liegt, so Freyer-Gottschalk. In Ballungszentren, wie Halle (Saale) oder in der Landeshauptstadt Magdeburg gebe es wesentlich weniger Probleme. Man müsse Konzepte für Regionen erarbeiten, die weniger bevölkert sind, bzw. große Gebiete umfassen, wie der Landkreis Wittenberg oder Bitterfeld-Wolfen mit seinen jeweiligen namensgleichen Ortsverbänden. In Dessau wurde schon im vergangenen Jahr der Ehrenamtsbus der Stadt Dessau-Roßlau ins Leben gerufen, welcher sowohl für das THW, als auch für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt für Nachwuchs wirbt. Ob nun direkt oder indirekt durch die „fahrende“ Werbung in der Stadt, kann der Dessauer Ortsverband in der Jugendgruppe mit 5 interessierten Kindern und Jugendlichen, sowie zwei Neulingen in der Grundausbildungsgruppe der Erwachsenen eine bisher positive Bilanz ziehen.
Nach diesem lockeren Arbeitsgespräch gab es zum Schluss noch eine „Vorführung“ der Helfer des Dessauer Ortsverbandes. Gezeigt wurde der Rückbau des Übungsturmes aus dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS), welcher als Halterung für die Lampen der Flächenbeleuchtung genutzt wurde. Direkt daneben zeigte die Fachgruppe Räumen mit ihrem Radlader, dass man mit diesem großem Gerät ständig trainieren muss, um damit selbst filigrane Dinge, wie das Herausziehen einer Baumwurzel, ohne Schäden an umliegenden Bäumen bewerkstelligen kann. Beeindruckt von der Professionalität und dem sicheren Umgang mit Material und Technik bedankte sich Dr. Haseloff und erhielt zum Abschied noch ein Modell des Ehrenamtsbusses, welcher zukünftig seine Runden in der Staatskanzlei in Magdeburg drehen darf.
Aus leider traurigen Anlass, dem Absturz eines Hubschraubers der Bundespolizei, war es dem Bundesinnenminister nicht mehr möglich den Ortsverband Dessau rechtzeitig zu erreichen, da sich sein Aufenthalt an der Unglücksstelle verzögerte. Dennoch war ein Vertreter des BMI vor Ort und wird über seine Erlebnisse sowie die Sorgen und Ideen der THW-Helfer an den Minister berichten.
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 29.02.2016 | 13:18   Melden
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