Nacktheit lässt Bürger wütend werden: Wagner-Passage Dessau

Großprojekte genießen keinen guten Ruf. Sie werden oft viel später fertig als versprochen, manchmal um Monate, viel schlimmer jedoch um Jahre. Ebenso häufig sprengen sie den Kostenrahmen, Hunderttausende oder Millionen an Euro müssen nachgeschossen werden. In den meisten Fällen auch mit Steuermitteln. Jede Meldung über eine neue Panne verstärkt den Eindruck: Großprojekte werden viel zu optimistisch geplant und dann auch noch schlampig umgesetzt. Die Friedensbrücke, die Fischtreppe, die neue Schwimmhalle-alles Projekte in Dessau, die ähnliches mit sich ziehen.

Wagner Passage: Besucher sind sprachlos und zugleich wütend

Viele Schaulustige sind empört. Nichts geht voran und das schon seit Monaten. In der vergangenen Wochen stellte man fest, dass die Bäume, die dem Parkplatz einen großen Schattenraum zur Verfügung gestellt hatten, nun nicht mehr zu sehen sind. Stattdessen nur noch Baumstümpfe. Auf dem ganzen Areal. Die Nacktheit des Parkplatzes lässt zwar vermuten, was sich in den nächsten Wochen ändern wird, jedoch hat man das Ziel des tatsächlichen Umbaus der Passage weit verfehlt.

" Es gibt absolut keinen Grund, diese Bäume zu fällen, schon gar nicht für Bäume, die bei Weitem das Alter nicht erreicht haben. ", so eine Bürgerin.

Man fragt sich, warum doch der Ausbau der Wagner-Passage so lange dauert, nur selten Handwerker zu sehen sind, aber die Bäume zum jetzigen Zeitpunkt schon gefällt wurden? Gibt es bei diesem Umbau überhaupt ein geordnetes Konzept? Fraglich ist auch, warum der Parkplatz in seiner Ordnung verändert werden muss?

Im Nachhinein werden wir es erfahren. Bis dahin werden wohl noch Tage, Monate, wenn nicht sogar noch Jahre vergehen....
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2 Kommentare
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 13.06.2016 | 12:17   Melden
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Benjamin Oldag aus Dessau-Roßlau | 13.06.2016 | 12:24   Melden
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