So kommet in seine Tore ...

"Auf! Lasset uns Gott loben!" - Ausstellung Birgit von Lemm
"So kommet in seine Tore mit Danklied - in seine Höfe mit Lob"
(100. Psalm) ist auf Hebräisch über den Eingangstüren der Mühlhauser Synagoge zu lesen, wenn man davor steht.

Anlässlich eines Thüringenbesuchs vor ein paar Tagen waren wir mit unseren Gastgebern in Mühlhausen und fragten uns auch nach der Synagoge durch, von der ich in einem Prospekt erfahren hatte.

In der Jüdenstraße ist das jüdische Gemeindehaus nicht zu übersehen, wenn man aufmerksam genug ist. Und nach dem Klingeln wird man hereingebeten. Über den Hof geht es zur Synagoge, ab 1840 als Hinterhaussynagoge erbaut.

1938 wurde auch diese Synagoge geschändet, aber nicht zerstört wegen der zu großen Brandgefahr für die Umgebung.

Die Bemühungen zur Erhaltung der Gebäude wurden 1998 mit der Wiedereinweihung gekrönt. Die Synagoge ist für Gottesdienste nutzbar, dient als Begegnungsstätte mit Ausstellungen einschließlich jüdischem Kultgerät und Bibliothek.

Insbesondere wird an das jüdische Leben in Mühlhausen und Umgebung bis zur Hitlerzeit und das Schicksal der Gemeinde im Zusammenhang mit der Reichskristallnacht 1938 erinnert.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringens hat dafür gesorgt, dass auch entsprechende Literatur zur Verfügung gestellt werden kann.

Seit Januar 2011 war dort die Wanderausstellung von Birgit von Lemm "Auf! Lasset uns Gott loben" zu sehen.

Auf ihren Wendebildern aus Holz zeigt Birgit von Lemm auf der einen Seite schwere Zeiten des Volkes Israel: Wüste, Trauer, Tränen und auf der Rückseite Gottes Antwort mit Blüten, der Taube als Zeichen der Bundestreue Gottes, Ranken, Bäume.

(zuerst 2011 veröffentlicht)
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