Verkehrschaos zum Leopoldsfest sorgte für unruhige Gemüter in Dessau (Bilderreihe)

Bild 2, Umleitung nach Roßlau über die Ludwigshafener Straße. Verbotenerweise fahren zwei PKW in Richtung Friedhofstr. ab.
 
Umleitung über Askanische Str. (Bild 3), aufgrund Baustelle Friederikenplatz. (02.07.2017)
Wieder einmal haben es die Veranstalter mit ihren Sponsoren und der Stadt Dessau-Roßlau geschafft, ein erlebnisreiches 3-tägiges Fest auf die Beine zu stellen. Ein Wochenende mit vielen schönen Seiten. Das beliebte Leopoldsfest auf dem Marktplatz und der näheren Umgebung sorgte für Abwechslung in Dessau.

Dennoch ist es auch erwähnenswert hinter die Kulissen zu schauen. Denn mit den zahlreichen Baustellen und Sperrungen in Dessau verschlimmerte sich zunehmend die Situation. Autofahrer werden zum verkehrswidrigen Handeln gezwungen. Es gibt auch die Schattenseiten des Festes, die zukünftig in die Planung mit einbezogen werden sollten.

Mit Beginn der Vollsperrung der Kavalierstrasse ging das Chaos bereits los. Rückstau an den Ampelkreuzungen August Bebel Platz und Museum waren an den verkehrsreichen Tagen Gesprächsthema. Der Rückstau von Rosslau kommend, war von der Kreuzung August-Bebel-Platz bis zum Kino und teils weit hinaus zu sehen. Ortskundige konnten sich Schleichwege zu Nutze machen. Dennoch waren grösstenteils auch Fahrzeuge aus weiterer Entfernung in Dessau unterwegs. Lag es daran, dass am Freitag und Samstag die Autobahn überlastet war?

Wie wird sich die Verkehrssituation von Dessau in Zukunft ändern?

Da sich hierbei die Nebenstraßen verkehrmässig überlasten und die Ampelanlagen entsprechend kurze Schaltzeiten haben, wäre wohl im Zuge des Umbaus der Kavalierstraße im Sommer ein anderes getaktetes Ampelverhalten sinnvoll.

Eine Umleitung führt ins Nichts.

Auch mit Beginn des historischen Umzuges am Sonntag, haben sich wohl die Verkehrsplaner der Stadt Dessau-Roßlau etwas besonderes ausgedacht. Vom Dessauer Süden kommend, zum Bahnhof wollend, der Franzstr. entlang, konnte man nicht wie gewohnt an der Kreuzung Friedhofstr. /Cliwicer Str. nach rechts und links abbiegen. Es war vorgeschrieben, nur noch die Fahrtrichtung der Ludwigshafener Str. zu benutzen (Bild 2). Die Franzstraße in Richtung Dessau-Center war bereits in den Vormittagsstunden für den PKW Verkehr gesperrt. Warum wurde die Zufahrt zur Friedhofstr. gesperrt ? Und genau das macht es den Dessauern und den vielen Angereisten schwer. Denn schon hier begingen viele Autofahrer ungewollt eine Verkehrswidrigkeit und bogen verbotenerweise in die Friedhofstraße ab. Geschuldet war dies in Folge von Verkettungen, die sich im Folgenden darstellen. Sämtlicher Verkehr wurde über die Ludwigshafener Str. abgeführt. Von dort aus kein einziges Hinweisschild . Folglich setzte man die Fahrt Richtung Nord fort. An der Kreuzung Ludwigshafener Str./ Askanische Str. angekommen der Hinweis, die Umleitung über die Askanische zu folgen(Bild 3). Doch genau hier lag der nächste Fehler, auch diese Zufahrt war nur für Anwohner der Steinstr. (Bilder 4,5,6). Fuhr man versehentlich in die Steinstrasse oder den Seitenstraßen, endete man in Sackgassen oder wurde von der Polizei entsprechend verwiesen (Bild 7).

Umleitungsschilder fehlten grösstenteils

Also folgte man auf gutem Dunst, standen schließlich keine weiteren Umleitungsschilder zur Verfügung , der Ludwigshafener Straße. An der Dauerbaustelle am Friederikenplatz vorbei, über die neue Brücke. In den "Kreisverkehr" rein, aber auch hier die Zufahrt zur Wasserstadt gesperrt. Sollte man nun den Weg über die A9 oder Richtung Waldersee nutzen? War man doch schon 5 min früher schon fast am Ziel. 60 Minuten Umweg um von Dessau Süd zum Bahnhof zu kommen?
Also legte man die Strecke zurück, an der ehemaligen AOK vorbei, schliesslich war auch die Cliwicer Str. gesperrt. Der Verkehr zog sich bis zur Wasserwerkstr. / Richtung Heidestrasse und man war wieder wie gewohnt irgendwann an der Friedhofstr. Man erkannte, Fahrzeuge die dort verbotenerweise abgefahren sind, waren größtenteils keine Dessauer. Es wiederholte sich das Verkettungsspiel.

Was war passiert, dass eine solche Fehlplanung in Erscheinung getreten ist ?
Hat man sich doch ein wenig mt der Situation übernommen?
Hätten Absprachen vieles verhindern können?
Wie ist die Meinung des Veranstalters dazu ?
Was sagen das Verkehrsamt, bzw die entsprechende Behörde zu dieser fraglichen Situation?

Auch fehlte es an Parkplätzen im gesamten Stadtgebiet. Auch hier stehen sehr fragwürdige Entscheidungen im Raum. (ab Bild 8 )
Beispielsweise zeigt dies eindrucksvoll der Parkplatz am Muldewehr. Hinweise, dass der Parkplatz gesperrt wäre, waren anfangs nicht zu sehen. Befuhr man die Parkfläche, stehen Schilder über absolute Halteverbote. Die 8 freien Parkplätze, die wohl Besucher hätten nutzen können, waren grösstenteils auch durch Schaustellerfahrzeuge blockiert. Und genau dies war auch der Fall für eine Familie aus Wittenberg. Sie mussten unter erschwerten Bedingungen in Dessau einen Platz für ihr Fahrzeug finden. Am Ende war nur das eingeschränkte Halteverbot möglich. Blieb zu hoffen, dass auch an diesem Sonntag die Stadt trotz der Umstände ihre Knöllchenverteiler beurlaubt hatte.

Wäre es nicht doch sinnvoll, wie auch zu den Sportveranstaltungen, Teile der Ludwigshafener Str. als Parkräume freizugeben?
Auch hier sollte die Stadt eine Lösung finden.

Die Meinung eines Dessauers zur Parksituation und zum Leopoldsfest :

Siggi Schuhmacher :
"Sind wie jedes Jahr im Rathausinnenhof zum Linedance gewesen, ist neben der Musik unser beider großes Hobby. Zum Leopoldsfest gehen wir jedes Jahr immer zum Umzug. Hängt bei allen Mitwirkenden so viel Herzblut dahinter. Dieses Jahr war es mit dem Parken etwas schwierig. Im nächsten Jahr ist es sicher wieder besser. Ein paar mehr kostenfreie Parkplätze würden der Innenstadt mit Sicherheit gut tun, trotz allen finanziellen Problemen, die die Stadt hat. Aber zum Fest gehen wir ganz sicher im nächsten Jahr wieder. "
1
Einem Mitglied gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 04.07.2017
 auf anderen WebseitenSendenMelden
2 Kommentare
5.024
Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 02.07.2017 | 19:27   Melden
4.715
Gisela Ewe aus Aschersleben | 02.07.2017 | 20:01   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.