Pilze auf dem Herbstrasen

Herbstdeko
Dessau-Roßlau: Schenkenbusch | Jetzt nach dem Regen sieht man häufig Pilze auf Rasenflächen stehen. So auch bei mir im Garten. Auf dem ersten Blick ist erkennbar, es handelt sich um Champignons. Dies bestätigt sich, wenn man einen Pilz herausdreht und die dunkelbraunen bis schwarzen Lamellen sieht.
Kann man diese Pilze aber essen?

Grundsätzlich kann man alle Pilze essen, manche aber nur einmal im Leben.

Um sicher zu gehen,  wird ein "Pilzbuch" befragt.
Zuerst kommt ein handliches Taschenbuch aus neuerer Produktion zum Einsatz. Hier steht zu lesen, dass es sich bei diesen Pilzen um Wiesenchampignons (Agaricus campester) bzw. Schafchampignons (Agaricus arvensis) handeln würde. Beide sind eng verwandt und beste Speisepilze.
Wenig bekannt ist und in diesem neuen Pilzbuch nicht vorhanden, dass es auch giftige Champignonarten gibt. Sie verursachen zwar keine lebensgefährlichen Vergiftungen, aber schwere Verdauungsstörungen.
Vermutlich handelt es sich bei den gefundenen Pilzen um "Weiße Giftchampignons, Karbol- oder Tinten-Egerlinge" (Agaricus Xanthodermus).
Der Weiße Giftchampignon wächst von Juli bis Oktober in Parks auf Wiesen, an Wegrändern und kommt oft massenhaft vor. Er riecht nie nach Anis, eher nach Karbol. Bei der Zubereitung kommt dieser unangenehme Geruch meist erst vor, wenn er in der Pfanne gebraten wird (er stinkt aus dem Topf). 
Was tun? Stehen lassen, sehen sie doch auf dem Rasen sehr dekorativ aus.
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Wolfgang Rust aus Dessau-Roßlau | 09.11.2017 | 19:13   Melden
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