Andreas Thorkildsen, Verena Sailer und Julian Reus freuen sich auf ihren Start beim Leichtathletik-Meeting in Dessau

Am heutigen Freitagabend gilt es: Die 15. Auflage des Dessau-Roßlauer Leichtathletik-Meetings Anhalt wird ausgetragen. Das zweitwichtigste Outdoor-Meeting in Deutschland beginnt um 18.30 Uhr mit der Vorstellung der Top-Athleten. Drei davon waren am Donnerstag zur Abschluss-Pressekonferenz gekommen. Norwegens zweifacher Speerwerfen-Olympiasieger Andreas Thorkildsen, die schnellste Deutsche Sprinterin Verena Sailer und deren Sprintkollege Julian Reus. Allen drei war die Vorfreude auf das Meeting anzumerken.
Für Verena Sailer wird es der erste Wettkampf in dieser Saison. Dementsprechend nervös ist die 28-Jährige auch, was für sie aber kein Problem ist. Im Gegenteil. "Ich müsste mir Gedanken machen, wenn ich nicht nervös wäre. Ich brauche eine gehörige Portion Adrenalin", sagte sie. Nach Achillessehnenproblemen im vergangenen Jahr war sie bis zum vergangenen Wochenende verletzungsfrei. Dann aber sagte sie ihren Start bei einem Meeting in Weinheim ab, weil die Wade wehtat. Das sei aber überstanden. "Es war nur eine Sicherheitsmaßnahme", betonte sie.

Ihr Sprintkollege Julian Reus, der kürzlich bei einem Meeting in Florida bei zuviel Rückenwind exakt 10,0 Sekunden für die 100 Meter benötigte, hofft auch für sein Rennen im Paul-Greifzu-Stadion auf ein wenig Rückenwind. "Dann sind schnelle Zeiten möglich", meinte er. Seine Ziel für diese Saison sind hochgesteckt. Sowohl für die 100- als auch für die 200 Meter will er die WM-Norm schaffen. Nach Möglichkeit schon in Dessau.

Mit kleineren Problemen plagte sich auch Norwegens Speerwurf-Star Andreas Thorkildsen. Er hatte mit einer Leistenzerrung zu kämpfen. Die hat er aber überwunden, wie der zweifache Olympiasieger betonte. Für den norwegischen Recken wird es der erste Start in Dessau. Aufmerksam hat er seit seiner Zusage die Bestenliste des Meetings studiert und dabei festgestellt, dass in Dessau stets gute Weiten möglich sind. "Die Anlage scheint gut für uns Speerwerfer zu sein", meinte Thorkildsen. Er freut sich vor allem auf das Duell mit dem Finnen Tero Pitkämäki. Die beiden Weltklasse-Athleten kennen sich bereits seit über zehn Jahren. "Er ist so gut in Form wie die letzten drei Jahre nicht mehr", zeigte Thorkildsen Respekt vor dem Finnen.

Meetingdirektor Ralph Hirsch betonte noch einmal die herausragende Besetzung des Speerwurf-Wettkampfes in Dessau. Auch ohne den amtierenden Weltmeister Matthias de Zordo, der sich vor einer Woche schwerer verletzte und bereits operiert wurde, seien "zahlreiche Weltklasse-Athleten" mit dabei.. Er hoffe nun, so Hirsch angesichts der Wetterlage weiter, dass sich die Dessauer "von ein paar Regentropfen" nicht abhalten lassen und am Freitag ins Stadion strömen, um "absolute Weltklasse-Leichtathletik live zu erleben".
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