ANHALT 2014 - Top-Feld im Diskusring - Diskuslegende, Zweifacher Olympiasieger und Zweifacher Weltmeister Virgilijus Alekna verpflichtet

Meetingdirektor Ralph Hirsch (l.) und Pressesprecher Carsten Sauer präsentieren das Plakat zu "Anhalt läuft". Die Laufveranstaltung startet (17.15 Uhr) unmittelbar vor dem Meeting im Stadion und führt durch den Tiergarten.
  Insgesamt 15 technische und Laufdisziplinen zeigt das 16. Internationale Anhalt Meeting am Abend des 11. Juni im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. In den letzten Jahren zogen vor allem der durchweg hochklassig besetzte Stabhochsprung oder der Speerwurf der Männer aber auch viele andere Disziplinen die Zuschauer an. Doch in diesem Jahr ist eine Disziplin besonders herausragend, die in den vergangenen Meetings fehlte. Ein Top-Feld wird im Diskuswerfen der Männer in den Ring treten. Drei der derzeit weltbesten Werfer werden sich in Dessau die Ehre geben. Robert Harting (Olympiasieger 2012, Weltmeister 2009/2011/2013, Europameister 2012), Piotr Malachowski aus Polen (Vize-Olympiasieger 2008, Vize-Weltmeister 2009/2013, Europameister 2010) und Martin Wierig (Sechster der Olympischen Spiele 2012, Vierter der Weltmeisterschaft 2013, Siebenter der Europameisterschaft 2010) werden gegeneinander antreten. Zweimal trafen die Giganten im Mai bereits aufeinander. Beim Wiesbadener Werfer-Cup gewann der Berliner Harting mit 67,46m vor dem Magdeburger Wierig, der den Diskus 66,59m weit warf. Eine Woche später holte sich Malachowski bei den Halleschen Werfertagen den Sieg mit 69,28m, vor Harting (68,28m) und Wierig (66,02m).

Die starken Weiten zum frühen Saisonauftakt versprechen einen sensationellen Dreikampf. Der zweite Platz hinter Dauerkonkurrent Malachowski in Halle sollte Harting nun aber einen zusätzlichen Anstoß geben, sein gesamtes Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen. „Harting ist heiß auf den Wettkampf in Dessau. Er möchte nun die Revanche für seine Niederlage gegen Malachowski. Die Spannung wird an diesem Abend knistern“, ist sich Meetingdirektor Ralph Hirsch sicher. Ziel Hartings ist es außerdem, Sachsen-Anhalts bester Diskuswerfer nach den Meetings in Halle, Dessau und Schönebeck zu sein.

Neben Harting, Wierig und Malachowski können sich die Zuschauer auf bisher sieben weitere Diskuswerfer freuen, als neueste Verpflichtung kann Virgilius Alekna präsentiert werden. Der Litauer ist 2003 und 2005 Weltmeister und 2000 und 2004 Olympiasieger geworden. Er ist immer noch eine für eine Überraschung gut und wird den aktuellen Weltstars das Leben im Ring schwer machen.

Aber auch Nachwuchsathleten sind dabei. Der Trainingskollege von Martin Wierig,
David Wrobel, wurde kurzerhand während einer Pressekonferenz Anfang Mai in Dessau, bei der Wierig zu Gast war, verpflichtet. Der erst 23-jährige Wrobel setzte mit einer neuen persönlichen Bestweite von 61,11m vor zwei Wochen in Wiesbaden ein Ausrufezeichen.

Eine Sensation und Einzigartigkeit ist der umbaubare Diskusring im Paul-Greifzu-Stadion. Je nach Windverhältnissen können die Werfer am Tag des Meetings selber entscheiden, ob der Ring wie gewohnt in der Südkurve steht, oder auf der Gegenseite aufgebaut wird. Dazu wird extra ein Sonderaufbauteam „Diskusring“ gebildet (aus ehrenamtlichen Helfern - Chef ist Wolfgang Schmidt vom Dessauer Seesportverein), das ausschließlich für diese Aktion bereitsteht. Der Umbau ist unheimlich aufwendig und dauert mehrere Stunden. Dazu ist auch noch schwere Technik notwendig, um den Diskusring mit seinen 10 sieben bis zehn Meter hohen Pfosten und einem riesigen fast 30 Meter langem Netz komplett umzusetzen und umzubauen. Dazu sprach Meetingdirektor Ralph Hirsch letzten Sonntag in Berlin mit Olympiasieger Robert Harting, dass er am Wettkampftag am 11. Juni um 10.00 Uhr im Dessauer Stadion entscheidet, ob umgebaut wird oder nicht. „Ich glaube, dies ist ein Service, der in dieser Art weltweit einzigartig ist“. so Hirsch. Er weist darauf hin: „Letztendlich überlassen wir Robert Harting die Entscheidung, wo der Diskusring stehen wird. Aber alles, was auf ihn abgestimmt ist, wird auch für alle anderen Teilnehmer dieser Disziplin nur gut sein“.

Aber nicht allein diese Neuerung wird bei der diesjährigen Auflage für eine Besonderheit sorgen. Das Greifzu-Stadion zählt auch zu einem der ersten weltweit, bei dem offiziell die 100m-Bahn gespiegelt wird. Die IAAF Constitution gab eine Änderung der Regel 162.1 bekannt: „Bei Läufen auf der Geraden (110m, 100m und kürzer) kann die Laufrichtung bezogen auf den Innenraum frei gewählt werden“. Je nach Windverhältnissen können auch hier die Athleten wie gewohnt von Nord nach Süd sprinten oder nun auch von Süd nach Nord. „Damit sind wir in Dessau auf dem allerneuesten Stand und eröffnen eine neue Sprint-Ära“, ist Hirsch sichtlich stolz und fügt weiter an, „Es kommt immer wieder etwas Neues hinzu. Auch wenn es nur Nuancen sind, für die Sportler sind das entscheidende Details“. Dazu hatte Ralph Hirsch Abstimmungen mit dem Bundestrainer Sprint Ronald Stein am Rande des Düsseldorter Hallenmeetings im Januar mit dem Ziel, auch hier optimale Bedingungen für die Sprinter zu schaffen. Dies kam natürlich hervorragend bei den Bundestrainern und bei den Sprintern an. Das spricht sich herum und lockt somit auch viele namhafte deutsche Sprinter an. Zusagen kamen bereits über die 100 Meter von Julian Reus (TV Wattenscheid, Deutscher Meister 2014),
Christian Blum (TV Wattenscheid, Deutscher Hallenmeister 2014),
Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid)Lucas Jakubczyk (SCC Berlin), Sven Knipphals (VfL Wolfsburg) und Roy Schmidt (LAZ Leipzig).

Die Karten zum Meeting:
Haupttribüne/Sitzplatz
Tageskasse 13,00 EUR Vorverkauf 11,00 EUR

Stehplatz ermäßigt
(Kinder, Jugendliche bis 18 Jahre)
Tageskasse 5,00 EUR Vorverkauf 3,00 EUR

Stehplatz
Tageskasse 8,00 EUR Vorverkauf 6,00 EUR

Kartenvorverkaufstellen:

Tourist-Information Dessau, Zerbster Str. 2 c, Dessau
Pressezentrum Kanski, Zerbster Str. 25, Dessau
Stadtsparkasse Dessau, Poststr. 8, Dessau
Tourist-Information Roßlau, Hauptstr. 11, Roßlau

oder

unter www.ticketmaster.de
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