ANHALT 2015 - Der Zauber des Paul-Greifzu-Stadions

Hochkarätige Leichtathleten, Weltstars und aufstrebende Talente werden zum 17. Leichtathletik-Meeting "ANHALT" am kommenden Freitag in Dessau erwartet. Unter anderem treten Thomas Röhler und Antti Ruuskanen im Speerwurf sowie Mark Lewis Francis im 100 Meter Sprint an. Insbesondere in diesen Disziplinen rechnet Meetingdirektor Ralph Hirsch in diesem Jahr wieder mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen. Denn Einerseits ist das Paul-Greifzu-Stadion bekannt für beste Windverhältnisse für Speerwerfer, andererseits stehen für die Sprint-Wettbewerbe erstmals zwei Laufrichtungen zur Auswahl. "Wir bieten den Athleten die allerbesten Wettkampfbedingungen", so der Chef-Organisator Hirsch.

"Dem Dessauer Stadion wird nachgesagt, irgendetwas Spezielles für den Speerwurf zu haben", unterwirft sich Hirsch gern den höheren Mächten. Und tatsächlich, 16 Leichtathletik-Meetings sind der Beweis: Fast immer wurden überdurchschnittliche Leistungen erreicht. "Die Ergebnisse lagen oft an der 90-Meter-Marke oder knapp darüber", weiß der Meeting-Macher aus dem FF und hat die Zahlen schwarz auf weiß parat. So wurde beispielsweise der weltweit beste Speerwurf des Jahres 2002 in Dessau vollbracht. Damals warf der Russe Sergei Makarow sein Sportgerät auf eine Weite von atemberaubenden 90,86 Meter. Weshalb genau so ungewöhnlich gute Wurfbedingungen im Paul-Greifzu-Stadion herrschen, dafür konnte bisher keine genaue Erklärung gefunden werden. "Die Mulde mit ihrer Auenlandschaft liegt direkt hinter dem Stadion", überlegt Hirsch, "vielleicht entstehen dadurch die guten Windverhältnisse." Hinzu kommt, dass diese Bedingungen auch bestens genutzt werden können, denn im Dessauer Oval ist sowohl der Wurf in Nord-Süd-Richtung als auch in Süd-Nord-Richtung möglich.

Den Sprintern stehen beim Internationalen Leichtathletik-Meetingin Dessau ebenfalls zwei Wettkampfrichtungen zur Verfügung. "Bis vor einem Jahr war das gar nicht zulässig", so der Meetingdirektor. Erst 2014 hat der Weltleichtathletikverband IAAF (International Association of Athletics Federation) dahingehend das Reglement verändert. Damit entstand eine neue Chance, die man den Athleten beim "ANHALT"-Meeting nicht vorenthalten wollte. "Wenn mit Gegenwind gelaufen wird, dann gibt es keine Chancen auf Topzeiten", betont Hirsch. Doch genau die wollen die Besucher am 29. Mai sehen. Eine amtliche Vermessung wurde deshalb veranlasst und eine Fachfirma beauftragt, um die Linierung der Bahn im Paul-Greifzu-Stadion zu spiegeln. Nun können die Sprint-Wettkämpfe nicht nur von Nord nach Süd, sondern eben auch in die entgegengesetzte Richtung ausgetragen werden. Das Besondere dabei: Die Entscheidung über die Laufrichtung kann bis kurz vor dem Startschuss erfolgen. Während des Meetings sind zwei stationäre Kampfgerichte aufgebaut. "Das bedeutet einen zusätzlichen Aufwand, aber das ist egal", betont Hirsch. Es zählt allein, den Sprintern optimale Bedingungen zu bieten.

Ab 15 Uhr dreht sich am Freitag in Dessau beim 17. Internationalen Leichtathletik-Meeting alles um „ANHALT 2015“, mit einem spannenden Rahmenprogramm (Nachwuchsleichtathleten Bundeskader und Landeskader aus ganz Deutschland), einem Kindersportfest auf dem Nebenplatz und dem großen Zieleinlauf von „ANHALT läuft“ mit Start um 17.30 Uhr. Hier kann jeder über die Strecken von 3 und 9 km teilnehmen, der Start ist kostenfrei. Startschuss für das Hauptprogramm ist dann 18.30 Uhr.
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