Dessauer Judokas lernen vom Olympiasieger

Wittenberg hieß am Sonnabend das Mekka der Judoka aus der ganzen Region. Die Vereinsleitung der SG Blau-Rot Pratau hatte zu einen Lehrgang mit dem Olympiasieger und langjährigen Trainer der Nationalmannschaft Frank Wienecke eingeladen. Der Einladung folgten auch 7 Judokas des 1. Dessauer Judo-Clubs, in der Gewissheit aus den Trainingseinheiten wertvolle Anregungen für das eigenen Üben zu bekommen.

Fast unauffällig betrat Frank Wienecke die zu einem Dojo umfunktionierte Wittenberger Stadthalle. Viel Zeit wurde nicht verloren. Nach der traditionellen Begrüßungszeremonie begann unter Anleitung des Trägers des 7. Dans die Erwärmung und anschließend speziell vorbereitende Übungen. Geschickt leitete Wienecke von seiner persönlichen Sportlerkarriere über zu seinem Weg der Erkenntnis des Einsatzes spezieller Judotechniken. Immer wieder drehte es sich dabei um den Schulterwurf Seoi nage. So stellte Wienecke diesen Wurf in den Mittelpunkt der ersten Trainingseinheit. Für den Großteil der Teilnehmer war der Seoi nage natürlich keine unbekannte Technik. Das Erlernen des Einsatzes des Wurfes nach einer speziellen Schrittkombination führte jedoch in den Reihen der Dessauer Judokas zu so manchen Aha-Erlebnis. Es waren auch die kleinen Hinweise des Meisters, die die Effizienz der Wurfausführung besonders bei den jungen Teilnehmern verbesserte.

Auf Wunsch der Teilnehmer widmete sich Wienecke in der zweiten Trainingseinheit dem Hüftwurf Ushi mata. Zuerst ging der Olympiasieger auf seinen methodischen Weg zum Erlernen der Wurftechnik ein. Dann nahm er sich viel Zeit um den Teilnehmern zu vermitteln, in welchen Situationen der Ushi mata effizient eingesetzt werden kann und wie man diese Situationen sich als Judoka erarbeitet.

In der letzten Trainingseinheit des Tages wechselte Wienecke zu den Bodentechniken. Hier stand eine Technik im Mittelpunkt, die sein langjähriger Schützling Andreas Tölzer im Wettkampfjudo erfolgreich praktiziert hat der sogenannte Tölzer-Umdreher. Der ehemalige Nationaltrainer widmete sich anfangs der Ausführung dieser Technik, wie sie Tölzer bei seinen schwergewichtigen Gegnern einsetzte. Anschließend lernten die anwesenden Judokas Modifikationen kennen, um diese Technik bei leichteren und wendigeren Gegnern einsetzten zu können. Im abschließenden Bodenkampf galt es dann in der Praxis auszuprobieren, wie gut man die Technik in der vorangegangenen Zeit beherrschen gelernt hatte.

Für einen Judoka, gleich welchen Gürtel er oder sie trägt, gilt das Prinzip des ständigen Studieren und Üben. Entsprechend diesem Prinzip wird in den nächsten Wochen das Gelernte an die Dessauer Vereinsmitglieder weiter gegeben und die Bewegungsabläufe werden verbessert.
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