Der Sturm ist vorüber.

Die Teilnehmer in Mosigkau
  Vor zwei Jahren bekam ich in Görlitz den Auftrag, das nächste Treffen meiner Abiturklasse 2013 in Dessau zu organisieren.
Am Montag ging es zu Ende.

Die spezielle Vorbereitung begann ich vor einem Jahr unter dem Motto "An Dessau kommt keiner vorbei!", was natürlich nur so ernst zu nehmen war wie ein entsprechendes Schild an der B 184 zwischen Wolfen und Dessau.

Allerdings ging ich doch schon davon aus, dass wenigstens diejenigen auch nach Dessau kommen können, die zuvor in Wetzlar und Görlitz dabei waren. Ich hatte sogar die Hoffnung auf eine noch größere Anzahl von Teilnehmern und bemühte mich entsprechend. Aber drei ehemalige Mitschüler schlossen wegen Krankheit ihre Teilnahme aus, einer muss seine sehr kranke Frau pflegen und einem weiteren war nicht nach der Teilnahme zumute, weil seine längere Zeit sehr kranke Frau gestorben ist, die jahrelang gepflegt werden musste. So war wieder mit 25 Teilnehmern zu rechnen: 13 der damals etwa 23 Abiturienten und 12 ihrer Ehefrauen.

Was den Termin anging, machte ich drei Vorschläge und wir konnten uns schnell auf das letzte Juni-Wochenende 2013 einigen, wie in Görlitz wieder von Freitagmittag bis Montagfrüh.

Etwas schwieriger war schon die Quartierfrage zu klären. Wegen des finanziellen Aufwands hatte ich auch an die hiesige Jugendherberge gedacht. Damit stieß ich jedoch nicht auf Gegenliebe. Dann ging ich davon aus, dass für Besucher der Bauhausstadt doch wohl relativ preiswerte Übernachtung im Ateliergebäude des Bauhauses angemessen sein müsste. Tatsächlich entschieden sich dafür jedoch nur drei der Ehepaare, während die übrigen Hotel bzw. Pension mit Bad und Toilette je Zimmer vorzogen. Das ist im etwa 80jährigen und unter Denkmalsschutz stehenden Gebäude nicht gegeben.

Bei der Auswahl des Quartiers waren weitere Aspekte zu bedenken wie Parkmöglichkeit, Frühstück auch für die "Bauhaus-Leute", Vorhandensein eines Raums zum Kaffeetrinken und abendlichen Zusammensein und die Lage in der Stadt. Zum Glück konnten wir in der Pension "Sieben Säulen" frühzeitig die benötigten Zimmer reservieren lassen.

Längere Zeit nahm die Programmgestaltung in Anspruch. Schon bald war mir klar, dass es mehr Möglichkeiten in Dessau gibt, als sich realisieren lassen. Und auch noch geäußerte Wünsche waren zu bedenken. Meine Vorschläge berücksichtigten vorher gemachte Erfahrungen und wurden zur Diskussion unterbreitet, bevor es an die Festlegung und Umsetzung ging. Das im Wesentlichen fertige Programm konnte ich den Teilnehmern Anfang März als PDF per E-Mail zuschicken. Einwände gab es kaum.

Besuch des Umweltbundesamtes und des Bauhauses mit Führungen sowie die Teilnahme an einer Power-Point-Präsentation zur Goldenen Regel waren ab Freitagmittag vorgesehen. Am Sonnabend sollte einer Führung durch das Technikmuseum Hugo Junkers am Vormittag noch der Besuch wenigstens eines der Meisterhäuser folgen, während für den Nachmittag Schloss und Park Mosigkau auf dem Programm standen und dann am Nachmittag bis zum gemeinsamen Abendessen das Kennenlernen der Bauhausbauten Historisches Arbeitsamt und Kornhaus sowie der Siedlung Törten. Als Sonntagsprogramm war ein Kurzbesuch Wittenbergs mit Stadtführung am Vormittag und der Besuch des Wörlitzer Parks mit Führung und abschließender Gondelfahrt vor der Rückkehr nach Dessau am Abend geplant.

Zur Finanzierung der Vorhaben wurde die Überweisung von 75 € pro Person erbeten.
Spendiert wurden der selbst gebackene Kuchen zur Begrüßung und das Abendbrot an zwei Abenden, während die Teilnehmer neben den Aufwendungen für Reise und Übernachtung zweimal das Mittagessen und die Getränke zu bezahlen hatten.

Zum Glück war während des Treffens fast nur freundliches Wetter. Die Führungen waren von guter Qualität. Die Transporte funktionierten fast reibungslos. Disziplin und aktive Beteiligung aller sorgten für gutes Gelingen und allseitige Befriedigung, so dass sofort Festlegungen für das Wiedersehen in zwei Jahren getroffen wurden.

Dann ist wohl auch die Teilnahme von zwei Mitschülern und deren Frauen zu rechnen, die diesmal noch kurzfristig ihre Teilnahme absagten, gute Gesundheit um die fünfundsiebzig vorausgesetzt.
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8 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 28.11.2014 | 06:22   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 28.11.2014 | 08:49   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 28.11.2014 | 10:41   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 28.11.2014 | 12:28   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 28.11.2014 | 13:25   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 28.11.2014 | 13:32   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 28.11.2014 | 16:12   Melden
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Gottlob Philipps aus Halle (Saale) | 01.12.2014 | 11:23   Melden
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