Glucksend bis zum schallenden Gelächter, ein vergnüglicher Abend mit Peter Brunnert

Dessau-Roßlau: Zuckerturm Dessau | Doppeljubiläum - 25 Jahre Bergfreunde Anhalt Dessau und Gründung der Dessauer Sektion des Deutschen Alpenvereins vor 120 Jahren - ein besonderer Event sollte es werden. Klettern und Buchlesung in einem Paket.

Zur Jubiläumsfeier kamen sicher relativ wenig Gäste, aufgrund des etwas unglücklich gelegten Termins mitten in die Pfingsten aber dann doch rund 40 Besucher, die das Vergnügen hatten, den Vortrag von Peter Brunnert im Zuckerturm Dessau zu lauschen.

Freie Kost und Getränke umrahmten den Nachmittag und wurde sehr gern von den Besuchern angenommen – um nicht zu sagen, die großen Schüsseln mit Kartoffel- und Nudelsalat waren zum Abend dann fast gänzlich geleert.

„Peter Brunnert liest!“ - was wurde uns da im Vorfeld versprochen?

Warnung für Bauch- und Lachmuskeln, nun - es kamen noch die Tränen hinzu, die bei dem einen oder anderen Text vor Lachen vergossen wurden. Die Stimmung beim Lesen der Klettergeschichten war großartig, auch Nichtkletterer konnten sich bestens vergnügen. So führten dann die vielen Pointen zu kleinen Leseunterbrechungen, vom kleinen Lach-Glucksen bis zum schallenden Auflachen war alles dabei.

Und wie schnell mal so 2 Stunden ins Land gehen können, verblüffend…

Peter Brunnert agierte da an seinem Lesetisch häufig schlicht und verhaltend, dann plötzlich auch voller Bewegungsfreude, ausdruckvoller Mimik, mit beeindruckenden Wortspielen wurden die Szenen seiner Geschichten bildhaft unterstrichen, dass es ein echtes Vergnügen für Alt und Jung war. Die Charaktere seiner Figuren erwachten so tatsächlich mit großer Plastizität zum Leben.

Und ohne zu wissen, dass die Dessauer in Papstdorf mit ihrer Hütte eine Heimat haben und folglich der Papstgipfel quasi unser Hausberg ist, kamen gerade hier zu diesem Gipfel Geschichten – wie passend für unsere Sektion des DAV. Und auch der naheliegende Gorisch mit der Narrenkappe (Gipfel im Elbsandstein) war fast allen Zuhörern bekannt, der in einer sehr persönlichen Geschichte vorkam. Und wenn man dann die Beteiligte dieser Geschichte, seine Frau Beata, während der Lesung beobachtete, konnte keiner sich das Lachen verkneifen. Allein schon deshalb, weil die lustig-herzliche Ausstrahlung seine Bea so ansteckend war.

Nach wie ist er vor der Meinung, "... dass man das Klettern nicht so ernst nehmen sollte, denn das, was wir da an den Felsen tun, ist, bei Licht betrachtet, und vor allem in kosmischen Zusammenhängen bedacht, eigentlich ziemlich bekloppt." Da konnten wir Zuhörer voll und ganz mitgehen, auch wenn die eine oder andere Geschichte manchmal rechtes Bauchgrummeln verursachte und man froh war, dass man da nicht mit in der Seilschaft gehangen hat.

Auf jeden Fall war es für alle Beteiligten ein sehr unterhaltsamer Abend, der dann noch in netten persönlichen Gesprächen endete.
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