Herrn Egers Irrtum

Seit gestern Bürgerreporter und schon der erste Beitrag eine Kritik!

Hm, das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt, aber wenn`s denn sein muss, kritisiere ich eben. Und zwar Herrn Eger, Christian Eger. Der nämlich unterliegt einem Irrtum, den er öffentlich macht in der Mitteldeutschen Zeitung vom 19.10.2012. Dort fasst er seine Eindrücke von einem Besuch der Ausstellung in der Orangerie des Schlosses Georgium hier in Dessau mit dem Titel "Verletzlichkeit" zusammen. Entlockte mir der Untertitel "Die Anhaltische Gemäldegalerie zeigt Kunst von Kathrin Zickler" noch ein lautes Lachen, schaffte es dann ein Satz mitten im Text, mich sprachlos zu machen. Nämlich dieser hier: "Der Anhaltische Kunstverein, der diese Schau für die Anhaltische Gemäldegalerie veranstaltet (...)"
Donnerwetter, jetzt ist es raus! Die Anhaltische Gemäldegalerie arbeitet nicht selbst, sie lässt arbeiten! Und zwar einen Verein, den Anhaltischen Kunstverein! Das kostet nix, ist also angesichts leerer Kassen eine klasse Lösung! Aber wie schafft der Verein eine solche Aufgabe? Hat er doch nicht einen einzigen Beschäftigten und nur bescheidene Mittel (was ihn mit der Gemäldegalerie vereint). Die Antwort ist einfach, weil die Wahrheit einfach ist: Es ist nicht die Anhaltische Gemäldegalerie, die Kunst von Kathrin Zickler zeigt, es ist der Anhaltische Kunstverein, der sie in der Galerie, genauer in der Orangerie, zeigt. Und der Anhaltische Kunstverein tut das auch nicht für die Gemäldegalerie, er hat ein eigenes Programm. Das weiß man spätestens dann, wenn man sich in die Niederungen der Vereinsarbeit begibt, soll heißen, wenn man beim Anhaltischen Kunstverein nachfragt. Dort gibt es ein paar Idealisten, die ihre ganze Freizeit in den Verein stecken und sich bestens auskennen. Das unterscheidet sie vom gestandenen Journalisten Eger .....
Vielleicht mag der eine oder andere jetzt bemerken, das sei doch alles halb so wild, wichtig sei doch nur, dass über die Ausstellung berichtet wurde. Ist es wirklich nicht wichtig zu erwähnen, dass dieses und auch alle anderen Projekte verwirklicht werden können, weil es Leute gibt, für die ein Ehrenamt auch wirklich eine Ehre ist?
Die erst für den Verein da sind, ehe sie an eigene Ansprüche denken? Gäbe es sie nicht, gäbe es keine Ausstellungen , jedenfalls nicht die des Anhaltischen Kunstvereins!
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7 Kommentare
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Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 21.11.2012 | 19:00   Melden
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Hans-Joachim Rohowski aus Dessau-Roßlau | 21.11.2012 | 21:48   Melden
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Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 22.11.2012 | 11:57   Melden
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Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 22.11.2012 | 14:06   Melden
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 23.11.2012 | 13:46   Melden
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Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 23.11.2012 | 19:09   Melden
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Wolfgang Rust aus Dessau-Roßlau | 25.10.2015 | 10:20   Melden
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