Expertenrat zur Schulentwicklungsplanung. Czapek holt Experten zur Ratssitzung

Droyßig: Gemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst |

Czapek holt Referenten aus dem Kultusministerium nach Droyßig. Debatte um Schulentwicklungsplanung soll abgeschlossen werden.

Im Droyßiger-Zeitzer-Forst steht der Ausführungsbeschluss zur Schulentwicklungsplanung auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verbandsgemeinderates. Das Gremium hatte sich in der Vergangenheit mehrfach mit den sinkenden Schülerzahlen befasst und bereits im Mai 2012 eine Neuordnung der Grundschulbezirke beschlossen. Mit dem Ausführungsbeschluss soll die lang geführte Debatte zur Schulentwicklungsplanung in der Verbandsgemeinde abgeschlossen werden.

Zum Hintergrund:

Sachsen-Anhalt hat mit Abstand die meisten kleinen und kleinsten Grundschulstandorte im Vergleich aller ostdeutschen Flächenländer. Auf 536 Grundschulen entfallen lt. Informationen des Kultusministeriums 82 Grundschulen mit weniger als 60 Schülern (zum Teil unter der Einzügigkeit!), in Mecklenburg-Vorpommern sind es dagegen nur 20 Grundschulen mit weniger als 60 Schülern, in Sachsen sind es nur 18 Grundschulen, in Thüringen gar nur 11! Dies bei gleichen oder ähnlichen Bedingungen in der Bevölkerungs- bzw. Flächenstruktur.

Die durch Landesverordnung gesetzten Vorgaben zum Betreiben einer Grundschule werden im Süden Sachsen-Anhalts in verschiedenen Fällen bereits ab dem Schuljahr 2014/15 nicht mehr erfüllt. In den Forstgemeinden ist von den derzeit noch vorhandenen vier Grundschulen der Standort in Wetterzeube betroffen. Ausgehend von den vorhanden schulpflichtigen Kindern im Einzugsbereich wird dort im kommenden Schuljahr nur noch mit insgesamt 53 Schülern gerechnet, wobei weitere Abgänge an Schulen in freier Trägerschaft dabei noch nicht berücksichtigt sind. Die vom Land geforderte Mindeststärke von 60 Schülern wird in Droyßig, Kretzschau und Droßdorf noch bis zum Schuljahr 2016/17 erreicht, dann fällt auch der Standort Droyßig unter diese Grenze.

Die Neuordnung der Schuleinzugsbereiche hat zur Folge, dass die Grundschule in Wetterzeube geschlossen und damit eine optimale Auslastung und mittelfristige Bestandsfähigkeit der Grundschulen in Droyßig, Droßdorf und Kretzschau erreicht wird.
Arnd Czapek möchte eine sachliche Information zur Notwendigkeit der Neuordnung erreichen und hat dazu den zuständigen Referenten im Kultusministerium Michael Eckert eingeladen. Der Experte aus Magdeburg wird den Ratsmitgliedern ihre Fragen beantworten und die Planungen des Ministeriums erläutern.

„Wir werden damit einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Nur wenn wir uns auf die zukünftigen Probleme einstellen und die demografischen Tatsachen akzeptieren, werden wir langfristige Erfolge erzielen können.“, so Czapek.
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