Krippenspiel zur Christvesper am Heiligabend 2015 in der ev. Kirche St. Liudger und Maternus in Unterrißdorf

     

Krippenspiel für die Christvesper in Unterrißdorf
Heilgabend 2015

Text: Frithjof Grohmann, Pfarrer i. R.

Ansagerin: Lisa Gremmes
Erzählerin: Cornelia Porsche
Kaiserlicher Bote: Olaf Sendel (Rolle 1)
Maria: Sophie Porsche
Josef: Clemens Porsche
Hauswirt: Olaf Sendel (Rolle 2)
Hirte: Johannes Porsche (Rolle 1)
Engel 1: Freia Neuweger
Engel 2: Luisa Messing
Engel 3: Meike Simonsen
Engel 4: Lilli Sperl
Weiser 1: Elisabeth Menzel
Weiser 2: Friederike Wahl
Weiser 3: Johannes Porsche (Rolle 2)

Ansagerin
Heut schauen wir zurück 2000 Jahr,
wie die Ankündigungen wurden wahr,
mit denen Gott der Menschheit sagte an,
dass sie auf einen Retter hoffen kann.
Ein jeder wusste: Von der Macht des Bösen
kann sich der Mensch nicht retten und erlösen.
Selbst wenn sich manche hierfür Mühe gaben,
Erlösung sie doch nicht erfahren haben.
Gott redete durch der Propheten Mund:
Ich helfe Euch. Ich mache Euch gesund
von Eigensinn und gottesfernen Wegen,
die dunkel bleiben ohne meinen Segen.
Ein helles Licht ich euch ins Leben bringe,
damit es wieder heilsam euch gelinge.
Da ahnte niemand, was wir wissen schon:
Gott wurde Mensch – in Jesus seinem Sohn.

Erzählerin
Wie überraschend Gott zur Welt gekommen
und alles seltsam seinen Lauf genommen,
wie es geschah und wie das damals war,
wir stellen gern erneut und schlicht hier dar.
Doch eigentlich die Sache ist fatal:
Wir haben viel zu wenig Personal.
Wird Nachtquartier gesucht, fehlt es an Wirten!
Und passend wär ´ne größ´re Anzahl Hirten -
bis hin zu jenem Chor der Engelsscharen,
die, Gott zu loben, zahlreich tätig waren.
Als Minischar trotzdem wir´s wollen wagen
und etwas von der Botschaft spielend sagen.

Kaiserlicher Bote
Ich bin mal hier der Mann in jenen Tagen,
der in die Dörfer reist, um anzusagen:
Hört alle her !! Der Kaiser ordnet an:
Ab jetzt muss Steuer zahlen jedermann!
Sofort soll jeder gehen in die Stadt,
wo er ursprünglich seine Herkunft hat.
Damit man jeden kann korrekt erfassen,
muss er daselbst sich registrieren lassen.

Josef
Viel Mühe nahmen wir dafür in Kauf.
Von Nazareth wir mussten brechen auf.
Wir mussten gehen über Stock und Stein.
Ich ließ Maria nicht zu Haus allein.
Sie hat es schwer und kann nicht so geschwind,
denn sie erwartet ja recht nah ihr Kind.
Als endlich wir nach Bethlehem gekommen,
wir haben selbstverständlich angenommen,
dass hier in diesem kleinen Städtchen nun
sich fände ein Quartier, um auszuruhn.
`Ne ganze Weile wir uns jetzt hier plagten,
indem wir an etlichen Türen fragten,
ob in dem Haus zum Übernachten sei
für heute Nacht ein Zimmer für uns frei.

Hauswirt
Wenn ihr den Blick in unsre Zimmer werft,
dann seht ihr selbst, wie das inzwischen nervt.
Zwar heißt es offiziell „Wir schaffen das!“
Doch hier passt niemand mehr in das Gelass.
Hier liegen Flüchtlinge schon dicht an dicht.
Beim besten Willen - nein - hier geht es nicht !
Doch guck ich deine Frau mir näher an,
ich keinesfalls euch weiterschicken kann.
Ich spüre deutlich, es darf jetzt nicht sein,
dass ich in dieser Not euch lass allein.
Für diesen einmaligen Härtefall
ich könnte bieten euch in meinem Stall
´ne kleine, aber durchweg saub´re Ecke.
Mit Heu und Stroh und einer warmen Decke
ihr findet Ruhe dort und müsst nicht frieren,
denn es ist etwas warm bei meinen Tieren.
(gehen zur Krippe)

Josef
Wir danken dir für dieses Angebot.
So haben guten Schutz wir in der Not
und können gern zur Ruhe uns begeben.
Wer weiß, was wir noch alles hier erleben.

Erzählerin
Dort brachte sie zur Welt den Gottessohn.
Ich denke mal, ihr alle wisst das schon.
Und sie vertraut dann ihrem Josef an,
was der nur äußerst schwer verstehen kann:
Maria
Vor Monaten ich hatte die Vision
mit einer sanften Stimme, klar im Ton,
dass dieses Kind wird sein nicht irgendwer.
In seinem Ursprung kommt von Gott es her.
Es wird der ganzen Welt in allen Dingen
Erlösung und heilenden Frieden bringen.
Den Namen „Jesus“ dieses Kind soll tragen –
das hörte ich den Boten deutlich sagen.
Von da an große Freude mich bewegte,
sobald das Kind sich wieder in mir regte

Hauswirt
Das ist fürwahr ein sonderbarer Fall !
Als ich sie führte hier in meinen Stall,
da habe absolut ich nichts geahnt
von dem, was sich hier Großes angebahnt.
Was ärmlich hier geschah, begreift man nicht.
Klarheit in dieses Ganze bringt erst Licht
das klare Wort, wie´s Gott in jener Nacht
hat zu den Hirten auf dem Feld gebracht.

Hirte
Die Schafe werden hier von uns bewacht.
Langweilig ist es wieder diese Nacht.
Die andern legten sich ein wenig schlafen,
und ich steh hier allein mit meinen Schafen.
Nur hier mein Lehrling hält mich gut in Schach,
dass ich nicht schlafe, sondern bleibe wach.
Ein großes Licht erschreckte mich soeben.
So was hat´s weit und breit noch nie gegeben.

Engel 1
Habt keine Angst und fürchtet euch nur nicht!
Ins Dunkel dieser Welt kommt Gott als Licht,
und große Freude alles jetzt erhellt.
Sein Sohn als euer Retter kam zur Welt.

Engel 2
Zuerst wir dürfen Euch das hier verkünden:
Christus, der Herr, ist in dem Stall zu finden.
Er wurde Mensch. Er macht sich arm und klein,
um als der Heiland euch ganz nah zu sein.

Engel 3
Erleben werdet ihr ganz große Freude,
wenn ihr euch aufmacht zu dem Stallgebäude.
Es ist nicht weit von hier in Davids Stadt.
Das Kind auf Heu und Stroh schön warm es hat.

Engel 4
Gott kommt als Mensch, der euch erlösend heilt.
Ihr könnt ihn finden, wenn ihr euch beeilt.
Er möchte, dass auf der gesamten Erde
sein Frieden Rettung für die Menschen werde.

Ansagerin
Man hörte dann gewaltige Gesänge
von einer riesengroßen Engelsmenge.
Sie haben Gottes Herrlichkeit besungen.
Die ganze Gegend war davon durchdrungen.
Wir wollen auch zu Gottes Lob was singen,
auch wenn es nicht kann so erhaben klingen
wie damals von den himmlischen Heerscharen,
die Nähe Bethlehem versammelt waren.

Gemeindelied
Nun singet und seid froh, jauchzt alle und sagt so:
Unsers Herzens Wonne liegt in der Krippe bloß
und leuchtet als die Sonnein seiner Mutter Schoß.
Du bist A und O. Du bist A und O.
Wo ist der Freuden Ort? Nirgends mehr denn dort,
da die Engel singen mit den Heiligen all
und die Psalmen klingen
im hohen Himmelssaal! Eia,
wär'n wir da! Eia, wär'n wir da!

Ansagerin
Es kommen später hier drei weit´re Männer.
Sie sind qualifizierte Sternenkenner.
Nach Bethlehem sie ihre Schritte lenken
mit königlichen wertvollen Geschenken.
Aus einem Stern sie zogen jenen Schluss:
Den neuen König man hier finden muss.

Weiser 1
Der Stern hat uns geführt auf diese Spur.
Der Weg war ziemlich weit. Mich wundert nur,
dass im Palast des Königs nichts wir fanden,
womit wir die Erwartungen verbanden.

Weiser 2
König Herodes, mächtig an Gestalt,
hat uns empfangen irritiert und kalt.
Er wirkte fassungslos und war verstört,
als er von uns die Frage hat gehört,
wo denn die Königsmutter tat entbinden
und wir den neugebor´nen König finden.

Weiser 3
Wohin nun mit den hochwertvollen Gaben,
die mühsam wir hierher getragen haben?
Kann sein, dass uns ein Irrtum ist passiert,
so dass der Stern uns in die Irre führt?

Weiser 1
Halt mal! Wir waren zu sehr festgelegt.
Wir haben uns zum Königshaus bewegt
und stur gedacht, dass wir am Ziel jetzt sind.
Vielleicht ist anderswo das Königskind?

Weiser 2
Ich sehe hier in Bethlehem, dem Nest,
als ob sich deutlicher erkennen lässt,
dass dieser Stern Jerusalem nicht meint.
Viel schöner und auch heller er hier scheint.

Weiser 3
Das denk ich auch. Der Stern ist hier so klar,
wie über´m Königshause er nicht war.

Weiser 1
Ich glaube, dieser schöne helle Schein
lockt uns eindeutig in den Stall hier rein.

(gehen an die Krippe)

Weiser 2
Schaut euch das an! Das ist ja kaum zu fassen!
Gott hat das große Ziel uns finden lassen.
Weitab von Macht und Drohung und Gewalt
ist hier sein Sohn in menschlicher Gestalt.

Weiser 3
Die Gaben, welche wir hier mitgebracht
und die für einen Königssohn gedacht,
die schenken wir nun Jesus, Gottes Sohn.
Dass wir ihn fanden, ist der Reise Lohn.

Gemeindelied
Gib Acht auf diesen hellen Schein, der aufgegangen ist;
er führet dich zum Kindelein, das heißet Jesus Christ
Drum mache dich behände auf, befreit von aller Last,
und lass nicht ab von deinem Lauf, bis du dies Kindlein hast,
Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiss;
das führet dich zum Lichte fort aus aller Finsternis,

Maria
Kaum einer von uns kann das recht verstehn,
was in dem Stall hier Schlichtes ist zu sehn.
Doch sagte deutlich Gottes Botschaft an,
was das hier wohl für uns bedeuten kann.
Hier sehen wir nur dieses Kind im Stall.
Doch Gottes Nachricht und der Jubelschall
hat uns verkündet und uns klargemacht,
was hier geschehen ist in dieser Nacht.
Man darf nicht zögern, zügig loszugehen
dorthin, wo man kann hören und es sehen,
was Gottes gute Botschaft Menschen sagt.
Wo man ihm traut und solchen Aufbruch wagt,
wird Gott mit seiner Liebe näher sein,
und es zieht Freude in das Leben ein.

Gemeindelied
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall.
Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht.
O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
in reinlichen Windeln das himmlische Kind, viel schöner und holder, als Engel es sind.
Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh;
Maria und Joseph betrachten es froh.
Die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der himmlische Chor.
O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie. Stimmt freudig, ihr Kinder - wer sollt' sich nicht freu'n? - stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Frithjof Grohmann 01.12.2015
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