Reportage: Der Dunkelheit zum Trotze

Mehr braucht`s nicht!
 
Ausreichende Flüssigkeit wirkt einem Verkleben der Muskulatur vor
   
Beschriebene Sektkorkenpuffer
Lutherstadt Eisleben: Marktplatz |

Aktiv und strahlend durch die dunkle Jahreszeit


Ich bin ein Mensch, welcher sich bei warmen Temperaturen und ausreichend Licht so richtig wohl fühlt. Erst dann komme ich in Fahrt! Die Weihnachtstage mit einem Zuviel an allen Sünden sind durch, die Vorsätze für das neue Jahr mindestens einmal in den Skat gedrückt, sitze ich immer noch hier und warte, dass endlich das heiß ersehnte Frühjahr Einzug hält. Heute schon weiß ich, dass ich dann jedoch auch nicht sehr zufrieden sein werde, weil die Defizite des Winters auch dann noch präsent sein werden.
Was also tun? Einen Winterschlaf halten? Den Winter einfach passiv abwarten, um dann durchzustarten? Das alles möchte ich nicht, denn Winter wird es in jedem Jahr und ich möchte mir deshalb global etwas einfallen lassen, was sich gut leben lässt und mir Zufriedenheit bringt.



„Wenn dir eine Situation nicht gefällt, ändere sie. Kannst du sie nicht ändern, verändere deine Einstellung!“



So bringe ich meine trägen, grauen Zellen in Gang und bin überrascht, wie viele Dinge mir einfallen, die kalten Tage angenehm zu erleben, mir etwas wert zu sein, eben meinen Selbstwert aufzumöbeln. Dabei geht es mir darum, mit mir in einer „Wohngemeinschaft“ gut lebe zu können und meine Selbstachtung nicht zu verlieren. Klingt alles ganz kompliziert, ist es aber nicht!

In den letzten Wochen habe ich in der Apotheke oder im Drogeriemarkt gesehen, dass vermehrt Frauen, Pülverchen zur Gewichtreduktion kaufen. Ich bin der Meinung, dass das der falsche Weg ist. Sicherlich kann ich dadurch schnell ein paar Kilos schaffen. Für den ersten Augenblick sicher komfortabel. Vor allem muss ich so an meiner trägen Lebensweise nicht ändern! Was aber kommt danach und wie gleiche ich das Mangelmillieu an wichtigen Stoffen aus?
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich Gesundheit leben muss, also die neuen, oder alten, wieder entflammten Erkenntnisse in mein tägliches Leben integrieren muss, um dauerhaft Schwung in mein Leben, welches mir auch im Winter wichtig ist, zu bringen. Ich werde das Rad an dieser Stelle nicht neu erfinden, vielmehr ist es mein Ansinnen, Anstöße zu geben.
Was also kann ich tun, ohne mein Konto in die roten Zahlen zu treiben, um fit zu werden, aber vor allem, um es zu bleiben? Viel gehört nicht dazu. Ein wenig Kreativität und Engagement.
Weiter oben schrieb ich, dass ich ein sonnenorientierter Mensch bin. Im Winter ist es, zumindest an vielen Wochentagen nicht möglich, ausreichend natürliches Licht zu laden. Meist sitze ich zu dieser Zeit im Büro und bin dem nervigen Neonlicht ausgesetzt, welches meine Augen zusätzlich strapaziert. An den freien Tagen habe ich dann nur das Bedürfnis auszuruhen.
„Runter von Sofa!“, schreit die Stimme der Aktion laut in mir und ich erschrecke mich.
Draußen sind die Wiesen vom Reif überzogen, oft empfängt mich an der Glasscheibe des Küchenfensters auch nur grauer Matsch.
„Wie soll ich da Lust auf Draußen bekommen?“, denke ich und, anfangs noch mechanisch, kleide ich mich sportlich, dennoch so, dass ich nicht frieren muss. Einen ordentlichen Outdoorschuh besitze ich und es dauert gar nicht so lange, bis ich sie aus dem Schuhschrank gewühlt habe.
Für die warmen Tage besitze ich ein Paar Nordic-Walking-Stöcke. Die flach grinsenden Gesichter mancher Zeitgenossen habe ich lange schon weggesteckt, denn ich bin davon überzeugt. Es sind wenige Dinge, welche man beim Kauf funktioneller Stöcke beachten muss:


- Der Stock muss auf das Körpermaß angepasst sein. Oft sehe ich Menschen mit zu langen Stöcken laufen und das erfüllt dann den Begriff: „Laubpiekser“, diese Menschen laufen ohne auch wirklich einen Trainingseffekt zu erreichen. Messtabellen finden sich schnell im Internet oder aber durch eine ordentliche Beratung im Sportgeschäft.
- Die Schuhe sollten leicht und funktionell sein, so dass das Unternehmen auch Spaß macht. Einen durchschnittlichen Outdoorschuh erhalte ich schon für wenige Münzen und kann ganzjährig für leichte Wanderungen und Unternehmungen genutzt werden.
- Die Kleidung sollte so gewählt werden, dass nichts kneift und ich nicht im Schweißbad untergehe, mir vielleicht noch eine ordentliche Erkältung einfange.
- Oft sehe ich Walker mit Teleskopstöcken laufen. Warum denn? Wenn der Stock nur für mich ist, sollte es ein durchgehender, auf meine Körpergröße zugemessener Stock sein.
- Von den ja so funktionellen Stöcken, die auf Knopfdruck die Spitzen herausdrücken, rate ich ebenso ab. Oft verstopfen im Gelände liegende Steine die Mechanik und machen eine ordentliche Handhabung unmöglich.
Ich entschied mich damals für einen leichten Carbonstock. Beim Nachkauf der Laufpolster bin ich auf sogenannte Sektkorkenpolster gestoßen. Das ist ein rundes Polster mit Noppen, welche, einem Sektkorken gleich rundherum angebracht sind. Diese rutschen selten und bringen zusätzlich Schwere am unteren Teil des Stockes. Die Handgelenkhalter an meinen Stöcken sind mit Rechts/Links gekennzeichnet und ich kann sie mittels Klettverschlüssen sicher am Handgelenk positionieren. Bei Bedarf kann ich diese auf Knopfdruck lösen.


Nun kann es auch schon losgehen! Zur Motivation habe ich mir zuvor eine kostenlose App auf mein Smartphone geladen. Die dokumentiert alle Einheiten sehr aufschlussreich und ist leicht zu bedienen. Wenn ich möchte, kann ich mittels Kamera Fotos einfügen. Eben ein wenig Spielerei, welche nicht sein muss, mich zusätzlich motiviert.
Nordic-Walking ist für Jedermann geeignet. Auch Menschen mit Rückenproblemen können es, vorausgesetzt die Technik sitzt, so die Bewegungsdefizite ausgleichen und den Bewegungsapparat durchgehend trainieren. Dem Alter sind ebenso keine Grenzen gesetzt. Jeder läuft nach seinem Vermögen.
Oberflächliche Menschen denken, die Sportler laufen einfach nur und stützen sich faul auf den Stöcken ab. Dem ist nicht so, da die Bewegung generell aus dem Oberkörper kommt. Mit ausgestrecktem Arm schwinge ich leicht nach vorn und nehme meinen Oberkörper mit. Ich neige meine Schulter also nach vorn. Dann bekommt der Stock Bodenkontakt und die Beinbewegung erschießt sich aus der Spanne, die mir mein Schultergelenk vorgibt. Anfangs vielleicht noch etwas vorsichtig, komme ich langsam in Fahrt und bewege aktiv meinen Rücken von der Schulter bis hin in den unteren Rücken. Als ich damals mit dem Walken begann, ließ ich die Stöcke im Schwinggang einfach an den Körperhälften pendeln und kam dann langsam in den Takt.
Sind die Stöcke zu lang, ist jeglicher Trainingseffekt dahin und man kann die Stöcke getost daheim lassen, weil die Bewegung aus den Schultern einfach nicht möglich ist. Das sind dann die sogenannten Laubpiekser. Schon beim Laufen merke ich, wie es mir mein doch recht unbeweglicher Rücken dankt. Durch die Bewegung über die gestreckten, im Ellenbogengelenk nicht durchgedrückten Arme trainiere ich diese gleich mit. Böse Trizeps Übungen entfallen so im Anschluss, es geht unkompliziert weiter und ich mag es, dass ich das Training bereits vor der Haustür beginnen kann. Es wird also jede Minute effektiv genutzt. Ich tankte das wichtige Vitamin D, indem ich mich aktiv im Licht des Winters bewege. Ganz nebenbei beschaue ich mir die Umgebung, finde vielleicht schon das nächste Fotoprojekt oder ich lasse meine Gedanken einfach fließen, bin ganz bei mir. Mancher Konflikt der Woche löst sich im Training so ganz einfach auf und erscheint mir hinterher harmlos, so dass es mir ein zusätzliches Lächeln auf die Lippen zaubert.
Ordentliche Atemtechnik unterstützt den Wellnessfaktor. Wenn ich bewusst atme spüre ich, wie sich mein Körper randvoll mit positiver Energie lädt, aber ich auch loslassen kann, indem ich den Atem ordentlich ausstoße.
Die Länge der Strecke richtet sich nach der Befindlichkeit und nach der vorhandenen Zeit. Eines ist wichtig:


„Zeit hat man nicht, die nimmt man sich!“



Nach dieser Trainingseinheit fühle ich mich gut. Ich merke körperlich, dass ich aktiv etwas getan habe – ich spüre mich!
Oben angekommen wartet das Erholungsprogramm auf mich. Auch das gestalte ich aktiv.
Neuerdings werden sogenannte Faszien Rollen im gut sortierten Sporthandel angeboten. Erst dachte ich, es sei wieder ein Modehokuspokus, bevor ich mich näher damit auseinander setzte.
Was ist das und was sind Faszien? Warum sollte ich diese beüben?
Faszien haben wir alle schon gesehen, wenn wir z.B. ein Stück Hähnchenbrust gekauft haben. Diese ist von weißer Haut umgeben und genau das sind die Faszien. Diese Haut umhüllt auch unsere Muskeln und genau diese Haut verklebt gern und verursacht Verspannungen, Knubbel, die bis hin zu Fehlhaltungen führen können. Lang dauernde Physiotherapie ist die Folge und oft bekommen wir gar nicht ausreichend Behandlungen, um dieses Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Auch ich habe so meine Stellen, besonders am Rücken und bin, nach intensiver Recherche der Meinung, dass sich eine Anschaffung, welche gar nicht so kostenintensiv ist, lohnt.
Ich entscheide mich für ein Produkt im Preissegment von 20 Euro und bin gespannt. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung finde ich unzureichend und finde nach kurzem Suchen im Internet ausreichend Übungen, auch als Video.
Nach dem Laufen bin ich im Kopf ordentlich durchlüftet, fühle eine gewisse Körperspannung. Aber auch die recht untrainierten Beine melden sich.
Ich beginne die „Rollkur“ an den Versen und arbeite mich Stück für Stück nach oben durch. Anfangs versursacht die Rolle noch einige Schmerzen, denn die Verspannungen sind doch gravierender, als ich es mir eingestanden habe. Das legt sich schon bei der zweiten Anwendung.
Beim Durcharbeiten des Rückens, beginnend vom Gesäßmuskel, bemerke ich nicht nur den Massageeffekt, sondern auch ein sogenanntes Ausrichten meiner Wirbel. Leise knackst es bei Massieren und ich erspüre sofort eine Entlastung. Positiver Nebeneffekt ist, dass ich durch die Körperspannung auf der Rolle gleich eine passive Bauchübung mit einbaue. Der gleiche Trainingseffekt erzielt sich beim Rollen der Oberschenkel und Gesäßmuskeln für die Oberarme und Schultergelenke. Also ein Zusammenspiel von Training und Entlastung.
Nach dieser Selbstmassage fühle ich mich nun so richtig gut und mir drängt sich der sehnliche Wunsch nach einer ausgiebigen Dusche auf. Ich bin so richtig im Wellnessmodus und überlege, wie ich mit vorhandenen Mitteln eine angenehme Dusche realisieren kann.
Vor kurzem hatte ich einen Beitrag über Avocado verfasst und komme nun darauf zurück. Ich bastele mir ein angenehmes Duschpeeling zusammen, welches frei von Konservierungsstoffen ist und den Wellnesstag angenehm abrundet.


Hier das Rezept:


- Einen Teil Avocado (zerdrückt zu einem homogenen Brei in eine Schüssel geben)
- Zwei Teelöffel Honig hinzu und
- Mit etwas Kokosöl (nicht das Palmfett) glatt rühren. (Kokosöl erhalte ich im gut sortierten Supermarkt und ist in der gesunden Küche vielfältig einsetzbar)
- Dem glattgerührten Brei füge ich nun Himalaya Salz hinzu. Hier kann man wahlweise auch auf anderes, feinkörnigeres Salz zurückgreifen. Auch einfacher Zucker geht. Ist halt Geschmackssache.



Ich reinige meinen doch verschwitzten Körper mit einer sanften Reinigungsmilch und danach geht es so richtig ans Rubbeln. Die Oberhaut meines Körpers wird nochmals so richtig massiert und ich steige in die grenzenlose Zufriedenheit ein. Der Dusche entstiegen nehme ich einen sehr leichten Kokosgeruch und, verursacht durch den Honig, eine schöne Geschmeidigkeit wahr.
Nun bleibt es mir und meinem Zeitplan überlassen, ob ich noch eine Gesichtsmaske aus dem Avocado Beitrag, verbunden mit einer Meditation einbaue, oder aber so wieder hergestellt, mit strahlenden Blick in die nächsten Tage der Wartezeit auf das Frühjahr eintauche. Vielleicht lege ich jetzt, bewaffnet mit einer Schüssel frischer Ananassegmente, die Füße, umhüllt von dicken Wollsocken hoch und genehmige mir einen Film aus Kinderzeiten.
Es geht mir gut!



Gesundheit muss man halt leben und vor allem muss es machbar sein!
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13 Kommentare
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Priester Gerhard aus Abberode | 01.02.2015 | 15:39   Melden
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 01.02.2015 | 15:43   Melden
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Priester Gerhard aus Abberode | 01.02.2015 | 15:51   Melden
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 01.02.2015 | 15:54   Melden
5.484
Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 01.02.2015 | 15:58   Melden
2.226
Priester Gerhard aus Abberode | 01.02.2015 | 16:01   Melden
6.658
Ellen Röder aus Alsleben (Saale) | 01.02.2015 | 16:39   Melden
5.484
Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 01.02.2015 | 17:12   Melden
2.226
Priester Gerhard aus Abberode | 02.02.2015 | 06:42   Melden
2.021
Dieter Gantz aus Querfurt | 02.02.2015 | 17:00   Melden
1.810
Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 03.02.2015 | 09:39   Melden
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 03.02.2015 | 10:00   Melden
1.810
Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 03.02.2015 | 10:06   Melden
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