Vergessene Orte- Beelitz Heilstätten Teil 2- Das "Whitney Houston-Haus"

Auch hier- wunderschöne Baukunst

Whitney Houston- war sie hier?

Nein, natürlich nicht...aber das Gebäude, um das es heute geht, trägt ihren Namen. Kunststudenten, die sich wegen verschiedener Kunstprojekte im Gemäuer aufhielten, gaben dem Haus seinen Namen- in Gedenken an die bekannte und bereits verstorbene Sängerin.

Ende des letzten Jahres hatte ich hier schon einen Beitrag über die Beelitzer Heilstätten veröffentlicht: http://www.mz-buergerreporter.de/friedersdorf/reis...

Heute möchte ich an diesen mit Teil 2 anschließen.

Das auf dem Bild erkennbare Gebäude liegt auf dem Areal der ehemaligen Männerheilstätte und ist das wohl am besten erhaltene und zugleich älteste der Anlage. Es wurde 1902 errichtet, ist sehr groß und laut im Netz veröffentlichter Fotos, im Inneren sehr beeindruckend.
Auf dem Areal befindet sich noch ein zweites Gebäude, welches mittlerweile saniert ist und als Rehaklinik für Neurologie und Immunologie dient. Die Parkanlage um beide Gebäude ist in einem gepflegten Zustand.

Nun möchte ich noch etwas zur Nutzung und Entwicklung des gesamten Heilstättengeländes schreiben.
Während der beiden Weltkriege wurde es als Lazarett für Erkrankte und Verwundete genutzt und nach 1945 wurde das Areal zum größten Militärkrankenhaus außerhalb der Sowjetunion.
Nach der Wende fand der kranke Erich Honecker für ein paar Monate hier Unterschlupf, bevor er 1992 nach Moskau weiterreiste.
Mitte der Neunzigerjahre wurde das Hospital geschlossen.

In den folgenden Jahren wurden ein kleiner Teil der Gebäude denkmalgerecht saniert und teilweise einer neuen Nutzung zugeführt. Ein großer Teil der Gebäude verfällt aber weiterhin, ein konkretes Sanierungskonzept steht noch aus. Ein neuer Investor eröffnete im September einen Baumkronenpfad auf dem Areal der ehemaligen Frauenheilstätte. Immerhin ein Anfang...ich hoffe, es wird noch mehr für den Erhalt und die Sanierung des mit beeindruckender Geschichte behafteten Komplexes getan.

Beliebt ist die Anlage auch bei Filmproduzenten, es wurden schon bekannte Streifen wie z.B. "Der Pianist" dort gedreht. Erst letztes Jahr fanden wieder Dreharbeiten statt, für diese wurden einige Zimmer und Gebäudeteile des ehemaligen Sanatoriums teilweise wieder in den Originalzustand versetzt.

Wen der Charme dieser Anlage begeistert, kann an Führungen teilnehmen oder eine Fototour buchen, während der auch das Gebäudeinnere erkundet werden kann. Vielleicht eine Anregung für den nächsten Ausflug?!

Quellenangabe: Gästeführerin Irene Krause und ihr Prospekt
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Facebook | Erschienen am 27.01.2016
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 27.01.2016 | 11:24   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.01.2016 | 16:28   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 27.01.2016 | 17:21   Melden
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Willgard Krause aus Wittenberg | 27.01.2016 | 20:44   Melden
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Willgard Krause aus Wittenberg | 01.02.2016 | 17:50   Melden
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Béatrice Haas aus Dessau-Roßlau | 02.02.2016 | 13:09   Melden
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Olaf Pflüger aus Gernrode | 16.02.2016 | 18:41   Melden
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