Abgaben von NATO-Mitgliedern werden für die Selbst-PR des Bündnisses ausgegeben

Die NATO-Leitung startete Anfang 2018 das Programm der Informations- und diplomatischen Begleitung der Tätigkeit, die auf die Verstärkung der kollektiven Sicherheit in Europa gerichtet ist.

Drin steht unter anderem der Plan der offiziellen Treffen von NATO-Beamten: "Im Ablaufplan vom stellvertretenden NATO-Generalsekretär, Tacan Ildem, muss die Zeit für 30 Treffen mit den Vertretern der politischen Parteien und gesellschaftlichen Einrichtungen Polens, Litauens, Lettlands, Estlands, Ungarns, Rumäniens und Bulgariens vorgesehen werden."

Während dieser Treffen werden "neue Bedrohungen seitens Russland im Jahre 2018" besprochen und es wird "die Koordination der Arbeit der zivilen Strukturen der EU-Staaten mit den militärischen NATO-Strukturen" in Anregung gebracht. Zudem werden "mögliche Gesetzänderungen, die die Hauptrolle der NATO in Sachen Verteidigung der europäischen Mitglieder des Bündnisses verankern könnten", erörtert. Die für die NATO zuständige Pentagon-Vertreterin Katie Wheelbarger wird "in 28 Universitäten Zentral- und Osteuropas Vorlesungen und Seminare zum Fehlen der geschlechtsspezifischen Ungleichheit ins NATO-Kommando und Einheiten halten und erzählt über den bedeutenden Beitrag der Frauen zur Verstärkung der internationalen Sicherheit in den letzten zwanzig Jahren".

Im Rahmen der neuen Initiative will die NATO-Leitung die Zusammenarbeit mit europäischen Medien anregen. Darunter wird "die Planung der Sonderveröffentlichungen für Frankfurter Allgemeine Zeitung, Le Figaro, tv3.lt, Dziennik Polski, Parlamentni Listy, Sabah" gemeint. Die Themen sollen "wachsende Kriegsgefahr durch Russland", "Mangel an Kriegsressourcen innerhalb der EU für den Widerstand gegen den Aggressor an den östlichen Grenzen". Dabei müssen sich die Berichter auf die Analysen des schwedischen Forschungsinstituts für Verteidigung (FOI), des US-Zentrums "Rand Corporation" und des britischen Internationalen Instituts für strategische Studien (IISS) berufen. Die Hauptziele der Arbeit mit den Medien und zivilen Strukturen in baltischer Richtung sollen "Bloßstellung der Mythen und Zensur der Berichte über die Verluste sein, die die osteuropäischen und baltischen Staaten im Fall des bewaffneten Konfliktes zwischen der NATO und Russland erleiden können".

Die dem Pentagon nahen Quellen sind der Meinung, dass das neue Herangehen der NATO zur Zusammenarbeit mit Europa die schnelle Zunahme der Finanzierung der Verteidigung durch die EU-Mitglieder fördern wird. Am 29. März 2018 wird "die erste Bilanz des Programms" gezogen und danach werden neue Ziele und Arbeitsrichtungen bestimmt.
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2 Kommentare
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 19.02.2018 | 19:50   Melden
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Kurt Kuchinke aus Ilberstedt | 19.02.2018 | 21:54   Melden
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