Altes Handwerk - Medizinische Heilbehandlung vor 100 Jahren

Hier war der Pulsschlag Grund, über eine Kontaktplatte einen Stromimpuls zu erzeugen. Mittels Telefonhörer wurde so der Körper "behorcht", so eine Erfindung nach Dr. Stein.
Gräfenhainichen: Historisches Museum | Die Anwendung des elektrischen Stromes in der Heilkunde

Das gerade dieser Beitrag kurz nach dem Karneval , Aschermittwoch und der Ernüchterung erscheint, ist reiner Zufall.

Strom für medizinische Zwecke?

Diese Geschichte ist eben so alt wie "Galvani"selbst. Damals noch wurde der Strom als "tückischer Geselle" mit schlimmstem Unheil gezeichnet, da recht schnell die Wirkung des selben für die Nerven erkennbar wurde. Heilkünstler
auf Jahrmärkten machten es mit ihren zum Teil selbstgebauten Induktionsapparaten aber der wissenschaftlichen Medizin recht schwer, da bereits
die Tötung des Menschen durch Strom bekannt war.Dieses traurige Kapitel der
Hinrichtung mit Strom fand in den Gesetzlichkeiten des Staates New York zu seiner
Zeit ihren Höhepunkt. Sogar Tastenapparate des Erfinders Oberländer wurden
zur Abstrafung eingesetzt, um mittels eines elektrischen Schlages eine schmerzliche Ermahnung zu erreichen.
Ein unerfreuliches Kapitel - und dennoch nahm die Heilkunde mittels Strom ihren Lauf.
Hier sind Begriffe wie Gleichstrom und Dauerelemente (Batterie) nicht mehr wegzudenken. Batterieschränke im Arztzimmer, Schieberstromwähler und vieles
andere Gerät mehr dienten zunehmend der Heilbehandlung.Der veränderliche Widerstand, damals als Rheostat bekannt, war nicht mehr wegzudenken. Die Mediziner mußten sich weiterbilden, es begann eine "wahre Revolution"in der Heilkunde. Elektroden wurden zum festen Begriff.
Recht schnell wurde auch die Bedeutung der Wärmewirkung durch Strom erkannt.
In der damaligen Galvanokaustik wurden mittels glühender Drahtschlingen kranke
Körperteile abgetrennt.
Das alles war einmal Geschichte.
Heute ist Strom in der medizinischen Therapieanwendung nicht mehr wegzudenken.
Wie diese Geräte einmal ausgesehen haben, zeigt eine Ausstellung in unserem
Museum. Wer es etwas stärker mag, kann sich auch mit Knochensägen und
Knochen-Brechzangen vertraut machen. "Altes Handwerk" - zu sehen in
06773 Gräfenhainichen Fr.- Ebert- Str.2
Historische Bauschlosserei und Schmiedewerkstatt A. Reinhard e. V.
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2 Kommentare
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Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 14.02.2013 | 14:08   Melden
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Manuela Pretzsch aus Gräfenhainichen | 15.02.2013 | 18:12   Melden
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