Gesellenwanderung

"Fleppen"- so nannte man auch Wanderbücher jener Zeit.
Auf der Walz

Der Brauch der Gesellenwanderung geht auf das Mittelalter zurück. Gilden und Zünfte hatten Regularien für die Walz vorgegeben. Zuerst freiwillig, gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Gesellenwanderung Pflicht, auf jeden Fall für den Meisteranwärter. Später schlossen sich Wandersleute zu Schächte zusammen. Die Walz diente dem Gesellen der handwerklichen und weltanschaulichen Bildung. Er musste kinderlos und ledig sein. Das Leben von einem Zehrpfennig war ein Ehrenkodex. Dazu gehörten Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Kameradschaftlichkeit. In der Historischen Bauschlosserei in Gräfenhainichen sind Wanderbücher aus den Jahren 1832 und 1838 und auch ein Stenz (Wanderstock) zu bestaunen. Auch der Schlossergeselle August Reinhard aus Gräfenhainichen war auf Wanderschaft. Heute hat die Gesellenwanderung bis auf wenige Schächte an Bedeutung verloren. Der bekannteste Wanderweg ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Sie finden unser Vereinshaus in 06773 Gräfenhainichen Fr.-Ebert-Str. 2
Nähere Infos unter www.eisen-reinhard.de oder auch bei facebook auf der Seite Historische Bauschlosserei und Schmiedewerkstatt A. Reinhard e.V.

Rolf Hennig
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