Lokaler Aktionsplan im Landkreis Wittenberg ermöglicht vielfältige Veranstaltungen für Toleranz

Einladung zum 28. Mai
Gräfenhainichen: Ehrenamtsbörse im Landkreis Wittenberg | „Mit vielfältigen Veranstaltungen und Mitmachaktionen zeigen wir, dass fremden- und demokratiefeindliche Entwicklungen, nicht von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt werden“, sagt Gabriele Heerwald. Als Koordinatorin der Engagement- und Demokratienetzwerkstelle berichtet sie über verschiedene Angebote, die im Rahmen des lokalen Aktionsplanes (LAP): „Wir für Vielfalt“. im Landkreis Wittenberg zum Mitmachen einladen.

Am 23. Mai, wird in der Sekundarschule Jessen ein Vereins- und Demokratieforumstattfinden. „Mit der ´Schule mit Courage´ haben wir einen beispielhaften Partner, der Demokratiebildung und schulisches Lernen gut miteinander verknüpft“, freut sich Heerwald über die Zusammenarbeit. Neben einer Präsentation von Demokratieprojekten und Vereinen, für die noch weitere Aussteller gesucht werden, wolle man in verschieden Workshops erörtern, wie sich Kompetenzen stärken und Toleranz fördern lässt.

Weitere Foren sind am 30. Mai, in Gräfenhainichen und am 13. Juni, in Oranienbaum geplant. „Wir wollen Lust auf eine aktive Mitarbeit in Vereinen, Organisationen und Initiativen machen und zu eigenen Projektideen für Toleranz inspirieren“, nennt die Freiwilligen-Koordinatorin ein Ziel und wirbt interessierte Aussteller und Besucher aus Schule, Sport, Kultur und Bildung.

Ein Beispiel, das auch bei dem Demokratie- und Vereinsforum in Gräfenhainichen, in der Ferropolis-Schule, vorgestellt wird, sind die „Kurzfilmprojekte für Toleranz“. Die Wirtschaftsjunioren ermöglichen ausländischen Studierenden und deutschen Jugendlichen das gemeinsame Erstellen von Videobeiträgen, die sich mit den verschiedenen Facetten von Toleranz auseinander setzen. „Dazu wird es am 28. Mai, um 17 Uhr, im Beraterhaus Wittenberg, den nächsten Infoabend geben“, berichtet Heerwald und hofft, dass sich viele Jugendliche begeistern lassen. Die Filme der letzten Jahre, die man noch auf YouTube sehen kann, zeigen die Kreativität der jungen Menschen. Gleichzeitig unterstreichen sie, dass sich Jugendliche politisch interessieren und gesellschaftlich einbringen wollen.

„Am 29. Mai, können sich Akteure, insbesondere aus der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, im Soziokulturellen Zentrum Pferdestall, in Wittenberg, über Rechtsextreme Subkulturen und Musik informieren“, nennt Heerwald einen weiteren Termin. Dieser Fachtag versteht sich als Teil der aktuellen Diskussion um Neonazi-Konzerte wie jenes, das Ende Mai in Groß Germersleben oder als Alternativort in Groß Naundorf im Landkreis Wittenberg stattfinden könnte.

Gleichzeitig soll es auf die zu erwartenden Kampagnen im Vorfeld der Bundestagswahl hinweisen, beispielsweise die Schulhof - CD der NPD, die bereits in mehreren Auflagen erschienen und zuletzt zur Landtagswahl in Niedersachsen im Januar verteilt wurde. Darüber hinaus werde ein Überblick über aktuelle rechtsextreme Subkulturen und Bands gegeben, um die Präventionsarbeit in Schulen oder Jugendeinrichten zu unterstützen.

„Alle sind eingeladen, sich entsprechend ihrer Kompetenzen in die Aktionen des lokalen Aktionsplanes einzubringen und so ein persönliches Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit zu zeigen“, motiviert die Mitarbeiterin der Ländlichen Erwachsenenbildung zur Beteiligung. Ob als Aussteller bei den Foren, als Drehbuchschreiber und Filmemacher oder als aktiver Zuhörer beim Fachtag. „Weitere aktuelle Termine und Informationen findet man auf der facebook-Seite oder erhält man während der Sprechzeiten in der Landkreisverwaltung“, so Heerwald abschließend.
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