Luther stürzt über Katze

Grußworte des Landrates (Foto: R. Pester)
Gräfenhainichen: Ehrenamtsbörse im Landkreis Wittenberg |

Fachforum zur Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Demokratieinitiativen

40 Schulsozialarbeiter, Fachkräfte der Jugendhilfe und Haupt- und Ehrenamtliche aus Vereinen nutzen den jährlichen Fachtag des Jugendamtes, um sich über die Notwendigkeit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit zu informieren. „Außerdem bieten die Workshops an, theoretisches Wissen praktisch auszuprobieren“, erklärte Gabriele Heerwald. Die Koordinatorin der Netzwerkstelle zur Engagementberatung und Demokratiebildung freute sich über die Teilnahme des Landrates Jürgen Dannenberg. Er unterstreiche damit die Wichtigkeit einer professionellen Kinder- und Jugendarbeit, die Demokratie fördere und Teilhabe ermögliche.

Der gerade absolvierte Kommunalwahlkampf bot für den Hauptreferenten Jan Peter Luther, Regisseur und Redakteur bei den Filmfritzen Berlin einen guten Einstieg in das Aufgabenfeld der strategischen Öffentlichkeitsarbeit. „Auch Vereine sind gefordert ihr Tun in geeigneter Form öffentlich zu machen“, forderte Luther die Teilnehmenden zum Ausprobieren auf. Insbesondere die neuen Medien, wie Website, Facebook und Twitter aber auch Newsletter und Blogs bieten für Vereine und gemeinnützige Initiativen gute Möglichkeiten ihre Informationen und Botschaften den Zielgruppen zugänglich zu machen. Doch auch klassische Medienarbeit vom persönlichen Gespräch, über Pressearbeit bis zum Event müsse geleistet werden, damit die Botschaft ankommt.

„Wenn der Landrat über eine Katze stolpert, findet das den Weg in die Medien“, machte der Kommunikationswissenschaftler deutlich. „Eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte, lokale Nähe und eine überraschende Geschichte“, werden schlaglichtartig die nachrichtenrelevante Faktoren aufgezählt. „Seien sie mutig und überraschen sie die Leser, Zuhörer oder Zuseher und machen sie die Wirkung und den Nutzen ihres Tuns deutlich“, fordert Luther gute Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen. Schließlich werde im Wettbewerb um Mittel und Förderungen eine gezielte PR-Arbeit immer wichtiger.

Im zweiten Teil des Fachtages übten die Teilnehmenden Interviews geben und
„Botschaften in 1:30 zu formulieren“. Olaf Schütte vom Verband junger Medienmacher in Sachsen-Anhalt gab in seinem Arbeitsforum einen Einblick über die Nutzung der Medien und leitet daraus Anregungen für die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen ab.

„Während jugendliche Nutzer die Kommunikationskanäle im Internet nutzen benötige man für Spender und Sponsoren den Jahresbericht oder die Imagebroschüre in gedruckter Form“, machte der Sozialpädagoge deutlich. „Als Ehrenamtsbörse werden wir gemeinsam mit dem Jugendamt und anderen Fachpartnern die heutigen Anregungen aufnehmen und weitere Praxisseminare anbieten“, versprach Heerwald abschließend und meinte augenzwinkernd: „Dass die Teilnehmenden nicht über eine Katze stolpern sollen, denn das käme nicht in die Nachrichten.“
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