Von Siegel und Petschaften

"Versiegeltes" bei Reinhards

Befragt nach dem im Bild gezeigten Gegenstand, ist das Wort Siegel die meist gehörte Antwort. Richtiger ist aber Petschaft. Oft als Stempel geformt, wird mit der Petschaft eine erwärmte Siegelmasse geprägt. Das geprägte Siegelwachs wird dann als Siegel bezeichnet.
Petschaften gibt es zum Beispiel aus Holz, Elfenbein, Silber aber auch Bronze. Oft hatten Petschaften die Form eines Stempels, es gab sie aber auch als Ring oder Anhänger.

Siegelwachs gibt es in Stangenform oder auch als Granulat. Es wird auf das zu versiegelnde Dokument aufgetropft oder mit einem Schmelzlöffel aufgetragen. Siegel werden aber auch aus Papier geprägt und gegebenenfalls aufgeklebt.

Unter Versiegeln kann man Beglaubigung, Sicherstellung aber auch Verschluss verstehen.
Ein Siegel ist ein Legitimationszeichen, der Siegelbruch ist strafbar. Die im Bild zu sehenden Tonsiegel sind Zeugen dafür, dass schon vor Jahrhunderten gesiegelt wurde.

Die im Bild zu sehende Petschaft ist neben anderen in der Historischen Bauschlosserei in Gräfenhainichen zu sehen. Sie war die Petschaft des Innungsobermeisters der Schlosser- und Schmiedeinnung August Reinhard und wurde in der Innungslade des Obermeisters aufbewahrt.

Historische Bauschlosserei und Schmiedewerkstatt A. Reinhard
e. V. in Gräfenhainichen, Fr.-Ebert-Str. 2

Rolf Hennig
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