die hölzerne KANONE auf der Selkenfelder Schanze

Harzhotel Güntersberge
Güntersberge: Limbachweg | Der Harzklub Quedlinburg unter Leitung seines Wanderführers, Manfred Böhm, hatte zu einer Wanderung vom Wanderparkplatz in Güntersberge eingeladen. Bei schönem Frühlingswetter, mit anfänglich leichtem Dunst, wanderten wir vom Parkplatz im Selketal den Langenberg hinauf zu einen Höhenweg. Dieser Höhenweg, der zum  Bode - Selke - Stieg gehört, ist gleichzeitig eine Wasserscheide. Von hier fließen alle  Bäche entweder südlich in die Selke  bzw. nördlich .in die Bode. Auf diesem Wanderweg wanderten wir in westlicher Richtung zur Siptenfelder Schanze auch  Kanonenplatz genannt. Auf dieser Wanderung hatten wir noch reichlich Berührung mit den Schäden des Sturmtiefs Friederike. 

Selkefelder Schanze

Die Selkefelder Schanze ist während des Siebenjährigen Kriegs (1756 - 1763) entstanden. Diese Schanze, auch Redoute genannt, sollte ein Vordringen der, von Westen kommenden, Franzosen erschweren. Unterhalb der Schanze verlief im 18. Jahrhundert eine Heerstraße, die heutige B 242 von Stiege nach Güntersberge.  Der bestehende Wald wurde in diesem Bereich abgeholzt, um ein freies Schussfeld auf die Heerstraße zu haben. Zwangsrekrutierte Bauern hoben rings um die Redoute eine Graben aus, Das ausgehobene Erdmaterial wurde zu einem umlaufenden Wall auf der Schanze verwendet. Durch ein Grabensystem hatte man Verbindung zu einer nahe gelegenen Quelle, der Franzosenquelle.  Die abgeholzten Bäume wurden für einen Verhau (Sperren) rings um die Schanze und für einzelne Blockhütten auf der Schanze verwendet. Nur über eine, durch ein Torhaus, gesicherte Zugbrücke konnte man auf die Schanzenanlage gelangen. Ein hölzerne Kanone erinnert heute an die Kampfhandlungen im Siebenjährigen Krieg.
Nach der Mittagspause, die wir am Kanonenplatz machten, wanderten wir über den Branntweinweg in Richtung Güntersberge. Aufgrund der Sturmschäden mussten wir diesen Weg verlassen, um über das liebliche Limbachtal zurück nach Güntersberge zu gelangen. Vielen Mitwanderen, mich eingeschlossen, war dieser  Kanonenplatz bisher unbekannt. Mein Dank geht deshalb an unseren unermüdlichen Wanderführer für die interessante Wanderung..
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