Das Salzfest 2014

Die Ritterschaft
Seit 1995 wird das Salzfest in Halle gefeiert. Nun zum 20. Mal. Und doch scheint alles ein wenig anders. Das Bornknechtrennen fällt mangels Sponsoren aus, die Halloren laufen beim Festumzug wegen kleinlicher Streitereien nicht mit. Der historische Salzhandel findet mit Holzkohle aus dem Supermarkt statt. Der Markt besteht aus einer Unzahl von Fressbuden. Vom weißen Gold findet man auch eine Spur in Form von behaubaren Salzsteinen. War das alles an Historie? Mitnichten, am Fusse des Roten Turms beim Roland, spielt die Gruppe "Quinta-X-Essentia" das Stück "Der Frevel von Halle" aus dem Jahre 1478 und kommt dem Zeitgeist 2014 recht nahe. Denn um Sponsoren für dieses Stück, sechsmal an zwei Tagen aufgeführt, braucht sich der Veranstalter L. Danailow keinen Kopf machen. Die Gruppe bekommt nichts, spielt für lau das, was großmundig angekündigt wurde: "Wir wollen historisches in den Mittelpunkt rücken." Selbst die Verpflegung muss die Truppe zu 100% selbst bezahlen. Das nenne ich doch mal Gewinn. Fragt sich nur für wen. Übrigends macht das QXE schon zum dritten mal und immer wieder nur zum Wohl der Stadt und des Veranstalters. Dabei hätten hundert Euro für eine kleine Weihnachtsfeier den wackeren Mannen und Frauen schon genügt. Das Salzfest ist bis jetzt eine feste Größe in Halle. Doch es brodelt schon wieder, wie 1478 und keiner guckt hin. Selbst die Presse fotografiert vorbei.
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1 Kommentar
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Dieter Gantz aus Querfurt | 28.09.2014 | 10:25   Melden
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