Der Esel, der auf Rosen ging

Betlin mit Pony Peggy beim Auftakt
Halle (Saale): Marktplatz | Was haben ein Pony, ein Salzhändler, zwei Kinder und eine angebliche Prinzessin mit dem berühmten Brunnen auf dem Alten Markt zu tun. Nichts, denkt sich der Urhallenser. Sehr viel denkt sich der Hal(l)unke und verkündet die wahrhaftige Geschichte. Erasmus von Halberstadt, durchtriebener Salzhändler der Stadt, einigen Bürgern schon vom Hansefest und anderen Salzfesten bekannt, hatte wieder seine Finger im Spiel. Spielende Kinder vor seinem Wucherstand trieben ihm den Schweiß auf die Stirn und die Gier nach Geld und Macht gaben ihm eine verschleierte Sicht auf die Dinge, die da kamen. Tatsächlich musste er kräftig schmieren und wähnte sich schon als Hoflieferant für die herannahende Prinzessin. Er endete kläglich - genau- als Esel der auf Rosen ging. Um nicht dem Schmach der Geschichte anheimzufallen, machte er aus seiner Eselei die Legende vom Müllerburschen, der mit seinem Esel auf den Rosen ging, als die Stadt einen König erwartete. Dem damaligen Bürgermeister war es recht, da Erasmus auch ihm ein Stückchen Gold abgab.
So zumindestens wurde die Geschichte von den Gruppen "Quinta-X-Essentia", "Equus Prester" und den Bornstedter Rittern am Roten Turm zum Salzfest nachgespielt und von Erasmus als die reine Wahrheit angepriesen. Für Geschichtsfanatiker eher ein Alptraum, für die Zuschauer ein Spaß, auch wenn man inmitten quietschender Strassenbahnen auf der kleinen Salztheaterplatz etwas Mühe hatte, alle zu verstehen. So hatte das Salzfest eine kleine Attraktion und die Kinder Bea und Lea zeigten Erasmus, wo der Hammer, respektive die Rosen hängen. Ein Spaß für die Schauspieler, die Zuschauer und sogar Peggy, das Minipony vomn Reiterhof Schurig, gab ein zufriedenes Wiehern von sich. Sie ist diese Art von Spektakel schon gewöhnt (ist sie doch der Liebling aller kleinen Reiter, die sie mal für einen Spaziergang buchen können) und liess sich die angebotenen Möhren schmecken
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