Der Ring des Nibelungen im Opernhaus in Halle-Saale

Wann? 09.02.2013 18:00 Uhr

Wo? Opernhaus, Universitätsring 74, 06108 Halle (Saale) DE
... der Ring von Richard Wagner ein riesiges Musikwerk von über 16 Std. reiner Spielzeit, verteilt auf vier Vorstellungen
Halle (Saale): Opernhaus |

Opernhaus wird nach über 50 Jahren der Zyklus "Ring des Nibelungen von Richard Wagner" wieder aufgeführt.
"Das Rheingold" Sonntag, 03.03.2013, 18:00 Uhr
"Die Walküre" Dienstag, 05.03.2013, 18:00 Uhr
"Siegfried" Donnerstag, 07.03.2013, 18:00 Uhr und
"Götterdämmerung" Samstag, 09.03.2013, 16:00 Uhr.

Am Samstag, den 23.02.2013 fand die Premiere von "Götterdämmerung" statt. Es war eine fulminante Aufführung.
Karl-Heinz Steffen leitete die Staatskapelle Halle souverän. Der Orchestergraben reichte für die Anzahl der Musiker nicht aus, so dass noch an den Seiten des Orchestergrabens Zwischenpodeste errichtet werden mussten. Mit einer Aufführungsdauer von etwa 16 Stunden (ein Vorabend und drei Tage), einer Orchesterbesetzung von über 100 Musikern (u. a. 6 Harfen und 4 Tenor- bzw. Basstuben, die Wagner speziell anfertigen ließ) und mit 34 Solisten (plus Männer- und Frauenchor) ist es eines der umfangreichsten musikalischen Bühnenwerke überhaupt.
Vor allem A. Schager, als Siegfried, überraschte mit einer sehr schönen Stimme und in der Artikulation war er weitgehendst sehr gut verständlich. Die Presse lobt ihn als angehenden Wagner-Tenor. Da er innerhalb kurzer Zeit die schwierigsten Wagnerparteien singt, hier in Halle den Siegfried im "Siegfried" und in der "Götterdämmerung". In Meiningen singt er erstmalig den Tristan, auch den Parsifal, den Rienzi und die Titelpartie im Fidelio von Beethoven hat er in seinem Repertoire. Es ist keine vollständige Auflistung seiner Partien.
Die Partie der Brünnhilde, von Lisa Livingston, wurde ebenfalls gut interpretiert, sie sang kultiviert und sang den Schlussgesang mit überzeugender Verve. Beim Sänger des Hagen hätte ich mir eine etwas profundere und voluminösere Stimme gewünscht. Wagner spricht von einem "schwarzen Bass". Die Rollen von Gunther und Gutrune wurden entsprechend gestaltet. Gerd Vogel vom Opernhaus Halle sang den Alberich mit hoher Präzision. Etwas ungewöhnlich war das Bühnenbild, wobei die bewegten Stoffbahnen mit den Götterbildern mitunter unruhig wirkten, da sie von den Protagonisten häufig bewegt wurden.
Eine Schlüsselposition im Werk nimmt die Erzählung der Waltraute ein - da sie zur Umkehr mahnt und vor dem Untergang warnt.
Dass am Ende der Regisseur die Zuschauer auf die Rückseite der Drehbühne schauen lässt - wirkt wie ein Spiegel, den sich der heutige Mensch öfter vor sich selbst halten sollte, um seine Positionen in der Gesellschaft zu überdenken.


Eine sehr gute Darstellung der Handlung und eine übersichtliche beschreibung der handelnden Personenim den 4 Werken des Gesamtzyklus findet man hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelung...

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