Herbstlied

Das Laub fällt von den Bäumen,
das zarte Sommerlaub!
Das Leben mit seinen Träumen
zerfällt in Asch und Staub!

Die Vöglein im Walde sangen,
wie schweigt der Wald itzt still!
Die Lieb ist fortgegangen,
kein Vöglein sind will.

Die Lieb kehrt wohl wieder
im künftgen lieben Jahr,
und alles tönt dann wieder.
was hier verklungen war.

Der Winter sei willkommen,
sein Kleid ist rein und neu!
Den Schmuck hat er genommen,
den Keim bewahrt er treu.

Siegfried August Mahmann, Poet und Editor
Leipzig 1771 - 1826
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Heiko Scharf aus Bernburg (Saale) | 10.10.2014 | 16:56   Melden
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